Polizeischule ausbaufähig

Zu seinem Besuch im Rathaus hatte Bereitschaftspolizei-Präsident Wolfgang Sommer (rechts) einen Ehrenkrug für Bürgermeister Armin Schärtl mitgebracht. Ihn begleiteten Abteilungsführer Josef Strobl (Zweiter von rechts) und Außenstellenleiter Gernot Schötz (links). Bild: Amann
Lokales
Nabburg
14.11.2015
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Die Bayerische Bereitschaftspolizei möchte den Ausbildungsstandort Nabburg noch intensiver nutzen. Das kam bei einem Besuch ihres Präsidenten im Rathaus zum Ausdruck. Dazu bräuchte sie allerdings ein Gebäude der Bundespolizei.

Bereitschaftspolizei-Präsident Wolfgang Sommer trug sich gerne ins Goldene Buch der Stadt ein. Denn die Stationierung einer Bepo-Außenstelle in Nabburg bedeutet für ihn eine Erfolgsgeschichte, die am 1. März 1998 begann. Bürgermeister Armin Schärtl freute sich, dass der Freistaat seither in der BGS-Nachfolgeregelung viel Geld auf dem Fichtenbühl investiert hat.

Freundlich, kommunikativ und bürgernah möchte die Polizei in Bayern sein. Darauf wird laut Sommer während der Ausbildung großer Wert gelegt. Der Bepo-Chef betonte, dass nun Interesse daran bestehe, den mit über 20 Millionen Euro aufgebauten Standort Nabburg weiterzuentwickeln. "Wir brauchen jedes Bett", erklärte er, dass Verhandlungen laufen, um auch das einzige noch von der Bundespolizei genutzte Gebäude auf dem Gelände bekommen zu können. "Wir könnten unsere Außenstelle damit arrondieren", meinte er. Das Thema liege im Moment beim Innenministerium in München.

500 plus 40 möglich

Der Chef der siebten Bereitschaftspolizei-Abteilung in Sulzbach-Rosenberg, der Nabburg unterstellt ist, und der Außenstellen-Leiter nannten Zahlen. Nach Angaben von Leitendem Polizeidirektor Josef Strobl und Polizeioberrat Gernot Schötz sind in Nabburg derzeit drei Ausbildungsseminare mit jeweils rund 130 Beamten in Ausbildung und 20 Stammkräften untergebracht. Zusammen mit Verwaltung und Tarifbeschäftigten summiere sich der Personalstand auf etwa 500.

Strobl ist es ein Anliegen, den Standort Nabburg weiter zu stärken. Er konnte sich gut vorstellen, die Unterkunft der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizei zu übernehmen und zu einem Bürogebäude für die Bepo auszubauen. Damit würden Räume in anderen Häusern frei, so dass sich eine weitere Klasse zur Ausbildung aufnehmen ließe und nochmals rund 40 Leute nach Nabburg kommen könnten. Dazu müsse etwa eine Million investiert werden. "Das wäre nachhaltig", ist er überzeugt.

Komplette Übernahme?

Das Gelände gehört inzwischen zu mehr als der Hälfte dem Freistaat Bayern, der Rest befindet sich noch in Bundeseigentum. Sinnvoll wäre es laut Strobl, das ganze Areal zu übernehmen, um die Ausbildungsflächen für drei Seminare dauerhaft zu sichern. Die bayernweit gestiegenen Einstellungszahlen würden diese Maßnahme rechtfertigen.

Bürgermeister Armin Schärtl kündigte während des Gesprächs an, dass sich in Nachbarschaft zur Polizei-Unterkunft ein städtischer Grunderwerb zum Zwecke einer Wohnbebauung abzeichne. Dabei gelte es, eine Lösung für die in Staatseigentum befindliche Zufahrt zu finden.

PI-Leiter Günther Vierl lobte während des Gesprächs die betriebene, praxisnahe Ausbildung: "Die jungen Leute bekommen genau das vermittelt, was sie später können müssen." Bei Jugendlichen gilt die Polizei als höchst attraktiver Arbeitgeber, ließ Präsident Sommer wissen.
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