Präsentation in der Stadtratsrunde - "Nabburger Zehner" und Kunstnacht in Leerständen
Netzwerk spinnt die Fäden

Lokales
Nabburg
03.07.2015
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(cv) "Wir werden oft als Werbegemeinschaft wahrgenommen, doch wir wollen mehr", betont Gisela Westiner. Grund genug, das "Netzwerk Nabburg", seine Aktionen und Ziele den Entscheidungsträgern der Stadt zu präsentieren.

Schon 37 Mitglieder

Zehn Vertreter der Stadtratsparteien waren an dem heißen Abend der Einladung ins Gasthaus "Weißes Lamm" gefolgt. Für Gisela Westiner und das Vorstandsteam ist Individualität, die "heimliche Nabburger Währung". Die Idee, eine Art Wirtschaftsforum zu gründen, sei aus dem städtebaulichen Entwicklungskonzept hervorgegangen, um die Innenstadt zu stärken. Seit rund zwei Jahren aktiv, habe das Netzwerk schon Einiges auf die Beine gestellt, erinnerte die Vorsitzende an zwei Einkaufsnächte und zehn verkaufsoffene Sonntage mit Aktionen wie der Nabburger Mütze oder dem Nabburger Herz. Offiziell sei das "Netzwerk Nabburg" erst Mitte April aus der Taufe gehoben worden. Inzwischen zählt es schon 37 Mitglieder "und jeden zweiten, dritten Tag kommt ein Neues dazu".

"Entdecke dein Nabburg": Stellvertretende Vorsitzende Elisabeth Troidl stellte den Stadträten das Internetportal des Netzwerks vor, in dem Branchen und Mitglieder präsentiert werden. Die "Befüllung" beginnt im August. Und ab Oktober gibt es den "Nabburger Zehner". Iris Nitz hatte schon ein Muster in Scheckkartenform dabei. Der Gutschein kann bei allen Dienstleistern und Handwerksbetrieben, die Mitglied des Netzwerks sind, eingelöst werden. Hans Kreckl begleitet die Leerstandsoffensive. Er möchte Anfang Oktober einen Besichtigungsabend in Nabburger Leerständen organisieren und ihn mit einer langen Kunstnacht verbinden. In Steckbriefen könnten Größenangaben der Leerstände und Kontaktdaten erfasst werden. Sie möchte das Netzwerk auch der Stadt zur Verfügung stellen, falls Interessenten anklopfen.

Stolz auf seine Stadt sein

Viel verspricht sich das Netzwerk von dem mit 15 000 Euro dotierten Coaching der Ried-Stiftung. Erster Beratungstermin ist Mitte Juli. Am Herzen liegen den Netzwerkern Imagekampagnen nach innen und außen. Man sollte aufhören zu jammern und stolz auf seine Stadt sein. Vorzüge wie die Vielseitigkeit der Schulen müssten hervorgehoben werden. Zweites Thema sei der Umgang mit der Nabburger Topographie: "Wir haben den Stadtbus bei den langen Einkaufsnacht nicht umsonst eingesetzt", bezog sich Westiner auf die Unterschiedlichkeit der Quartiere "und wo was stattfinden kann". Die Altstadt "wird kein Einkaufsstandort werden". Aber wie schaffe man es, hier wieder ein Café zu haben? "Das fehlt den Touristen". Sie würden am Wochenende auch das Touri-Zentrum des Landkreises gerne geöffnet sehen, fügte Hans Kreckl an. Das Netzwerk plant auch Großplakataktionen und Ideen-Werkstätten. "Wir haben Ziele und werden nun Schritt für Schritt daran arbeiten", so Gisela Westiner.

Die Präsentation kam an. Zweiter Bürgermeister Kurt Koppmann - Armin Schärtl war noch beim Strom-trassengespräch in Berlin - dankte dem Netzwerk "dass es auf die Stadträte zugeht, damit man miteinander sprechen kann und sieht, was läuft".
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