Realschule gibt 2016,55 Euro an den Bund Naturschutz - Biotop-Pflege in Stein
"Kröten" für die Kröten

Über 2000 Euro haben diese Realschüler, im Bild mit Lehrern und Arnold Kimmerl vom Bund Naturschutz, für die Umweltschutzorganisation gesammelt. Bild: hfz
Lokales
Nabburg
09.05.2015
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Ein fester Termin im Kalender der Naabtal-Realschule ist seit Jahren die Teilnahme an der Haus- und Straßensammlung für den Bund Naturschutz (BN). Zahlreiche Fünftklässler gingen in ihren Wohnorten und Nachbardörfern für den Umweltverband sammeln, so dass schließlich der stolze Betrag von 2016,55 Euro zusammen kam. Der stellvertretende Vorsitzende der BN- Kreisgruppe, Arnold Kimmerl, nahm die Summe zum Anlass, sich persönlich bei den Schülern und Biologielehrern zu bedanken.

Er erklärte den Kindern, warum ein Naturschutzverband, bei dem viele Ehrenamtliche tätig sind, finanzielle Unterstützung braucht. Beispielsweise wird seit vielen Jahren ein Biotop bei Pfreimd mit Ziegen beweidet. Durch das Abfressen der Schlehen und des Ginsters werden diese Steilhänge vor Verbuschung bewahrt, wodurch sich dort eine oberpfalzweit einzigartige Artenvielfalt an Insekten und Pflanzen entwickelt. Im Winter muss für die Ziegen jedoch Futter zugekauft werden. Beim Kitzen werde auch mal ein Tierarzt gebraucht, der bezahlt werden muss, so Kimmerl. Für Kindergärten und Grundschulen bietet der BN seit Jahren Naturerlebnistage zu verschiedenen Themen an. Dafür fallen ebenfalls Kosten an. Genauso wie für die alljährliche Krötenwanderung, bei der ehrenamtliche Helfer über Wochen Zäune an Straßenabschnitten betreuen, damit die Tiere beim Überqueren nicht überfahren werden.

Zweiter Realschulkonrektor Thomas Spörer erörterte, dass es früher so gewesen sei, dass man versuchte, der Natur ein Stück Land abzutrotzen und es dann schützen musste. Heute sei es umgekehrt, die wenige noch intakte Natur müsse geschützt werden. Die Realschule helfe dem BN gerne, die Natur vor der Haustür zu erhalten.

Arnold Kimmerl kam zu den eifrigen Sammlern an diesem Tag auch nicht mit leeren Händen. Jedes Kind bekam eine kleine Aufmerksamkeit für seinen Einsatz, und obendrein gab es einen Zuschuss für eine Klassenfahrt ins Kainzbachtal.
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