Rechnen und Schatz finden

Robert Feldbauer (rechts) vom Vermessungsamt zeigte den Neuntklässlern des Gymnasiums, wie man mit Mathematik, Technik und Grips einen Schatz findet - in diesem Fall Süßigkeiten, die im Garten des Amtes vergraben waren. Bild: Dobler
Lokales
Nabburg
17.07.2015
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Die einen maßen die Höhe des Kirchturms, die anderen begaben sich auf Schatzsuche. Was wie ein unterhaltsamer Vormittag klingt, war in Wirklichkeit ein Projekt, das junge Gymnasiasten an die Methoden und Arbeitsweisen der Vermessungsämter heranbringen sollte. Eines davon gibt es ja bekanntlich in Nabburg.

Die Schüler der Klasse 9b des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums nutzten mit ihrer Mathematiklehrerin Michaela Zeman und dem Fachbetreuer Tobias Flierl die Bayerische Woche der Geodäsie, um mit dem Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Nabburg gemeinsam neue Erkenntnisse zu gewinnen. Dabei wurde beispielsweise die Höhe des Turms der Stadtpfarrkirche mit Hilfe geodätischer Methoden bestimmt.

Anschließend begaben sich die Schüler mit GPS-Geräten auf Schatzsuche, einem sogenannten Geocache. Zudem informierte sich die Klasse über das Berufsbild der Geodäten (Vermessungsingenieurs), erlernte geodätische Methoden zur Höhenbestimmung sowie die Funktionsweise des GPS.

Woche der Geodäsie

Den organisatorischen Rahmen bildete die Bayerische Woche der Geodäsie. Noch bis 19. Juli finden in mehreren bayerischen Städten Veranstaltungen zum Thema Geodäsie statt. Zweck der Veranstaltungen ist es, Interessierten einen Einblick in die Vielfalt des Berufes zu geben.

In Nabburg lernten die Neuntklässler unter Anleitung der Vermessungsexperten des Amtes, wie sie mit Hilfe von elektronischen Vermessungsinstrumenten und den trigonometrischen Winkelfunktionen die Höhe des Turmes der Stadtpfarrkirche bestimmen können.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung übernahmen sie die neuesten Tachymeter und machten sich daran, bei praktischen Übungen selbstständig Entfernungen und Winkel zu messen. Dabei errechneten die Jugendlichen eine Kirchturmhöhe von 55 Metern.

Anschließend ging es auf Schatzsuche, das Geocaching. Hier galt es, mit einem GPS-Empfänger mittels Koordinaten vorgegebene Punkte in der Örtlichkeit zu finden. An jedem Punkt ist ein Rätsel versteckt, das zu lösen ist. Die Lösung verrät dann die Koordinaten des nächsten zu suchenden Punktes.

Bei der von Studienrätin Michaela Zemann und dem Amt Nabburg erstellten Schatzsuche setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit kniffligen Mathematikaufgaben aus dem aktuellen Unterricht auseinander, um am Ende der Suche eine vergrabene "Schatztruhe" zu finden.

"Die Aktion hat den Jugendlichen gezeigt, wie ihr mathematisches Wissen in der Praxis Anwendung findet. Sie konnten mit modernsten Geräten aus dem Vermessungsbereich arbeiten und einen Einblick in den Ingenieurbereich Geodäsie und Geoinformation erhalten", freute sich Vermessungsamts-Leiter Engelbert Zollner. Der Vormittag habe allen Beteiligten lehrreiche Erkenntnisse gebracht.
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