Rekordspende für Pater

Lokales
Nabburg
24.10.2015
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Es war vermutlich die erste interkontinentale Pressekonferenz in der Stadt Nabburg. Via Smartphone erfuhr dabei der Missionspater Gerhard Lagleder in Südafrika, dass er mit einer Rekordspende rechnen könne. Ermöglicht haben sie vor allem Gymnasiasten und ihre Eltern.

Gedacht ist die Spende für die Anti-Aids-Arbeit des Oberpfälzers Lagleder, der seit vielen Jahren in Mandeni als Missionsbenediktiner tätig ist und sich dort unter anderem um Aids-Waisen kümmert und Erkrankte mit lebenswichtigen Medikamenten versorgt. Zusammen gekommen ist das Geld beim jährlichen Sponsorenlauf des Schmeller-Gymnasiums und der junge, aber ungemein ausdauernde Siebtklässler Benjamin Wolf aus Wernberg-Köblitz hatte die Ehre, die Veranstaltung und den daraus resultierenden Erlös bei der Spendenübergabe zu repräsentieren. So bemerkenswert wie die Sportlichkeit des Elfjährigen, der fast 14 Kilometer (17 Runden) für die gute Sache zurück gelegt hatte, war auch der Geldbetrag: Sage und schreibe 11 450,55 Euro werden auf dem Hilfekonto des Paters landen.

"Wirklich sehr dankbar"

Weil Pater Gerhard in Südafrika ist, sollte sein Bruder Johannes in Nabburg den symbolischen Scheck in Empfang nehmen. Aber er musste kurzfristig absagen, so dass Schulleiter Franz-Xaver Huber und Lagleders Freund, der Gymnasiallehrer Wolfgang Schneider, auf eine andere Idee kamen. Mithilfe von Hubers Smartphone, dessen Lautsprecher angeschaltet war, rief Schneider in Mandeni an und bekam relativ schnell den Pater an den Apparat.

Der freute sich natürlich riesig über die Spende und versicherte den Zuhörern in der Bibliothek des Gymnasiums, "dass ich wirklich sehr dankbar bin, wie ihr uns helft". Danach beantwortete der Pater Fragen der anwesenden Journalisten, wobei unter anderem zu erfahren war, dass Lagleders große Einrichtung einen jährlichen Spendenbedarf von 1,2 Millionen Euro hat.

Um diese Summe zu bekommen, war der Pater heuer für vier Monate in Deutschland und anderen Ländern auf Vortragsreise. Dabei kam er Mitte Juli auch ans Gymnasium, wo dann zwei Wochen später der Sponsorenlauf mit 380 Teilnehmern über die Bühne ging. Es war nicht der erste und wird wohl nicht der letzte gewesen sein. Bislang kamen auf diese Weise über 90 000 Euro zusammen.
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