Richie Necker ein Meister der Weltsprache Musik - Solo-Programm, das fasziniert
Sensibler Unterhalter mit Gitarre

Lokales
Nabburg
10.03.2015
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Eine Set-Liste braucht er nicht. Richie Necker kann auf ein so breit gefächertes Repertoire zurückgreifen, dass es ihm kein Problem bereitet, einen ganzen Abend in spontaner Abfolge und mit Wunscherfüllungen zu bestreiten. Damit macht sich der "Music Man" am Samstagabend auch im "Theatro" viele begeisterte Freunde. Die meisten Zuhörer kennen ihn als Gitarristen bei "I Dolci Signori". In seinem Solo-Programm präsentiert sich der Profi-Musiker Richie Necker ganz anders: als musikalischer Geschichtenerzähler mit Virtuosität und Unterhaltungswert. Seine Lieder, die er dazu mitbringt, sind zum Großteil Rock-Klassiker renommierter Künstler. Er covert sie und gibt ihnen eine eigene Note.

Zwar sind die Frauen unter den Fans leicht in der Überzahl, doch Richie Necker bedient erst einmal die "wahren, echten Männer". Für sie spielt er die legendäre Country-Nummer "Ghostriders in the sky" von Johnny Cash, bevor er auf die sanfte Welle überschwappt und für "alle hübschen Damen" im Musik-Cafe in die Saiten greift: "Your body is a wonderland" von John Mayer kommt rüber wie zum Dahinschmelzen. Santanas "Samba Pa Ti" setzt da gleich noch eins drauf. Der Spontanbeifall schon nach den ersten Takten zeigt da, wie angenehm überrascht das Publikum ist.

Er schafft es auch im weiteren Verlauf des Konzerts Stücke zu spielen, die von einem Solisten auf Gitarre und Mandoline kaum zu erwarten sind. "Sultans of Swing" von den Dire Straits befindet sich genauso darunter wie "Boat on the River" von Styx oder Peter Gabriels "Solsbury Hill".

Ohne Italia geht's nicht

Bei "Bad Moon Rising" von CCR bekommt das Publikum auch mal Gelegenheit zum Mitsingen, bevor Gerry Raffertys "Baker Street" auch ohne Sax-Intro gefällt. Ganz im Stil der Rock-Giganten geht es weiter: "Fire" von Bruce Springsteen gibt es zu hören, ebenso "One love" von Joe Cocker oder "Here comes the sun" von den Beatles. Dazwischen muss "Riccardo Belli" freilich auch einen kleinen Abstecher nach Bella Italia unternehmen und Eros Ramazzotti zur Geltung kommen lassen.

Der Beweis für seine Vielseitigkeit gelingt Richie Necker spätestens, wenn er den "King of Pop", Michael Jackson, mit "Billy Jean" aufleben lässt. "Layla" (Eric Clapton), "Let her go" (Passenger), "Walking in Memphis" (Marc Cohn) und wie sie alle heißen: Die Songs, die der "Music Man" auf der Bühne zum Besten gibt, kennt jeder. Sie faszinieren am laufenden Band.

Gefühlvolles Finale

Zur Abwechslung überzeugt er bei "Don't worry" als A-Cappella-Sänger, bei mitreißendem Irish-Folk als Entertainer. "Ich persönlich hatte hier einen sehr schönen Abend, ich hoffe ihr auch", verabschiedet sich Richie Necker, gebürtiger Amberger und jetzt bei Regensburg lebend, unter viel Beifall und lädt zu guter Letzt noch ins "Hotel California" der Eagles ein. Bei den Zugaben sorgt er schließlich noch für Gänsehaut-Feeling, indem er Leonard Cohens "Hallelujah" so gefühlvoll und leidenschaftlich interpretiert wie so schnell kein Anderer. Der Applaus ist ihm auch da gewiss.
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