Rückenwind aus dem Wahljahr

Max Fröhler (vorne in der Mitte) führt weiterhin den SPD-Ortsverein. Das Foto zeigt ihn zusammen mit den weiteren Mitgliedern der Vorstandschaft. Bild: ral
Lokales
Nabburg
29.04.2015
3
0

Der SPD-Ortsverein blickte auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück. Bei der Kommunalwahl setzte sich Bürgermeister Armin Schärtl wieder durch, und die Zahl der Stadtratssitze wurde auf sechs erhöht. In der Jahreshauptversammlung standen Neuwahlen an.

Im Gasthaus "Schwarzer Adler" ging Vorsitzender Max Fröhler in seinem Rechenschaftsbericht auf die Kommunalwahl ein. Nicht so erfolgreich wie in Nabburg konnte die SPD im Landkreis abschneiden: Nach 42 Jahren stellt sie nicht mehr den Landrat, und im Kreistag verlor sie ebenfalls Sitze. Erfreulich sei, dass der Ortsverein mit Armin Schärtl und Evi Thanheiser zwei Kreisräte stellt. Die Partei möchte im Gespräch bleiben, in Zukunft will sie noch mehr Präsenz zeigen.

Kritik an FU und CSU

Bürgermeister Armin Schärtl sagte, dass einiges im Laufen ist in der Stadt Nabburg. Er verwies auf die Gründung des Einzelhandelsnetzwerkes. Die Einkaufsstadt Nabburg solle attraktiver gemacht werden. Er bedauerte die Fahrt der Frauenunion und CSU in das Factory-Outletcenter nach Selb, während Nabburger Geschäfte versuchen, die Kaufkraft in der Stadt zu halten. In Sachen Bahnübergang habe man nichts mehr von der Vieregg-Rößler-Lösung gehört. Gemeinsam mit dem neuen Landrat wurde eine Lösung in Sachen Busbahnhof bei den weiterführenden Schulen gefunden, die bis zum Herbst realisiert werden kann. Beim "Hotel Post" sei mit der Sparkasse vereinbart worden, dass ein notwendiges Grundstück erworben werden kann, um die Engstelle an der Friedhofmauer zu beseitigen. Für das neue Baugebiet bei der Pension Ruhland mit insgesamt 15 Parzellen gebe es bereits 19 Bewerber. Der Haushalt wurde vorberaten: Er werde ein Rekordvolumen von 19 Millionen Euro ausweisen. "Von Seiten der CSU kommen hier keine Vorschläge", berichtete der Bürgermeister. Für den Bau der neuen Wasserversorgung komme die öffentliche Auslegung.

Warten auf spätere Chance

Die Fraktionsvorsitzende der SPD, Evi Thanheiser, betrachtete zunächst einmal auch die Stadtpolitik. In Nabburg könne man neidvoll auf die Nachbarstadt Pfreimd schauen, dort funktioniert die Zusammenarbeit reibungslos über die Fraktionsgrenzen hinweg. Gerne würde man in Nabburg dies auch tun, es scheitere aber an der CSU. Thanheiser verteidigte anschließend noch einmal die Ablehnung des Sondergebietes "Handel" im Industriegebiet. Damit solle der weiteren Zersplitterung der Geschäftswelt entgegen gewirkt werden. Wenn die Umgehung für den Bahnübergang kommt, könne am heutigen Standort der Baywa ein neues Handelsgebiet entstehen und dies nahe am Zentrum.

Im Landkreis musste die SPD im letzten Jahre eine bittere Niederlage einstecken. Nach 42 Jahren befindet sie sich zum ersten Mal in der Oppositionsrolle. Der neue Landrat Thomas Ebeling setze bisher nur das fort, was seine SPD-Vorgänger gemacht haben. Kleinere Änderungen gab es bisher im ÖPNV, aber das sei noch nicht der große Wurf wie im Wahlkampf versprochen. Bei der Gedächtnisstätte für den WAA-Widerstand habe die SPD einen Teilerfolg erzielt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Sparkasse (9729)April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.