Schafkopfen und Watten lernen - Buchpräsentation
Karten mischen

Der Autor und seine in Buchform gedruckten Spielanleitungen: Erich Rohrmayer, der aus Schierling bei Regensburg stammt, präsentierte im Freilandmuseum eine Bücher "Lerne Schafkopfen" und "Lerne Watten". Bild: hou
Lokales
Nabburg
16.12.2014
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Es passte alles zusammen: Im Freilandmuseum Neusath hat der in einem Gasthaus bei Regensburg aufgewachsene Erich Rohrmayer zwei Bücher vorgestellt, die sich mit urbayerischen Kartenspielen beschäftigen: Schafkopf und Watten. Der hauptberuflich als Elektroingenieur arbeitende Rohrmayer gibt umfassende Anleitungen zum Erlernen beider Kartenspiele und er tut dies auf eine sehr begreifbare Weise.

"Früher", sagte Rohrmayer bei der Präsentation der im Buch & Kunstverlag Oberpfalz erschienenen Ratgeber, "wurden die Regeln von Mund zu Mund weitergegeben." Heute sei das nicht mehr so. Von daher empfehle sich die Lektüre seiner Spielanleitungen ganz besonders der jüngeren Generation.

"Anfangs waren wir schon ein wenig skeptisch", ließ Verlagsleiter Wolfgang Benkhardt anklingen. Doch angesichts erster Verkaufszahlen sei die Skepsis gewichen. Mit "Lerne Watten" und "Lerne Schafkopfen", so Benkhardt, sei man erstmals im sogenannten "Low-Price-Segment" auf den Markt gegangen. Dabei hielt der Verlagsleiter eine Fortsetzung dieser Ratgeber-Serie (Einzelpreis: 8.95 Euro) für durchaus denkbar und stellte in Aussicht, dass die Anleitungen zum Kartenspiel auch als E-Book erscheinen werden.

Warum die Präsentation im Freilandmuseum stattfand, erläuterte Museumsleiterin Dr. Birgit Angerer. "Schafkopf gehört bei uns zur dörflichen Tradition", sagte sie und verwies darauf, dass es in Neusath auch schon Karten-Kurse und Preisturniere gab. Das nächste ist am 15. Juni 2015. Die Besonderheit dabei: Zum zwischenzeitlich dritten Mal sind dazu nur Frauen eingeladen.

Dann wurden die Karten gemischt und eine Runde Schafkopf gespielt. In der Stube des im Original wieder aufgebauten Denkenbauernhofes und an einem Tisch, an dem früher die Generationen des einst im Raum Tirschenreuth stehenden Anwesens beieinander saßen. Wie auch schon damals strahlte der Kachelofen wohlige Wärme aus. (Seite 39)
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