Schule soll Spaß machen

Lokales
Nabburg
16.10.2014
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Für die individuelle Förderung von Schülern sind die Lehrer oft nicht genügend ausgebildet. Was die Schulen daraus machen, bleibt ihnen überlassen.

Zur elften Herbstakademie der Katholischen Erziehergemeinschaft (KEG) versammelten sich neben Lehrern und Erziehern auch zahlreiche Vertreter aus den Schulämtern Amberg, Cham, Neustadt und Regensburg an der Grund- und Mittelschule. Bezirksvorsitzende Christine Schießl verglich Schule von früher und heute. Während die Schüler noch vor 50 Jahren gehorsam auf den Lehrer horchten und seine Anweisungen geräuschlos ausführten, verlange das moderne Bildungssystem kompetenzorientiert zu erziehen, inklusiv allen Kindern gerecht zu werden und jeden Schüler individuell zu fördern. Für viele dieser gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen, deren Umsetzung sich für alle Beteiligten schwierig gestaltet, seien Pädagogen oft nicht ausgebildet worden.

Die Kooperation der Lehrer sowie eine konsequente Umsetzung von Konzepten zum sozialen Lernen können zu einem konfliktfreieren Klassenklima führen. Um diesen Anforderungen mit kreativen Lösungen zu begegnen, können die bei der Herbstakademie angebotenen Workshops wertvolle Hilfe leisten.

Bürgermeister Armin Schärtl betonte in einem Grußwort, dass Schule und Erziehung in Nabburg, dem größten Schulstandort im Landkreis, stets große Gewichtung haben. In einem Referat ging Bernd Buckenleib, Rektor am Staatsinstitut für die Ausbildung von Förderlehrern in Freising, auf die "individuelle Förderung" ein. Er legte dar, welchen Aufwand dies im Einzelnen für die Lehrer bedeutet und wie die optimale Förderung im Schulalltag aussehen kann. Sein Credo: "individuelle Förderung braucht individuelle Gestaltung vor Ort". Das könne an jeder Schule anders umgesetzt werden. Ihm stimmten die anwesenden Pädagogen zu. Der Referent verhehlte nicht, dass die "Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit" auseinandergehe, meinte aber abschließend: "Entscheidend ist, dass die Kinder gerne in die Schule gehen und sich vom Lehrer mitnehmen lassen auf den Weg des Lernens".
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