"Schwarzer Tag" am Kohlenmeiler

Die "Köhler" Anton Götz, Georg Kaußler, Max Goller, Josef Schneeberger und Anton Kraus öffneten den Kohlenmeiler. Mit der Qualität der erzeugten Holzkohle zeigten sie sich sehr zufrieden. Bild: jua
Lokales
Nabburg
13.06.2015
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Für einige Museumsmitarbeiter war der Mittwoch ein "schwarzer Tag". Sie stachen den ausgekühlten Kohlenmeiler an und bauten die Holzkohle ab. Eine ganze Woche lang schichteten im Freilandmuseum vorher der Mauerer Gerhard Rieder, Landwirt Martin Wilhelm, Zimmerer Anton Götz sowie die Praktikanten Max Goller und Marketa Hojkova etwa zwölf Ster Buchenholz in großen Scheiten um drei in der Mitte errichtete Pfähle. Sie erzeugten so einen kegelförmigen Haufen. Den Meiler deckten sie luftdicht mit Erde ab. Unter dieser Decke leiteten sie die Verbrennung bei sorgsam geregeltem Luftzutritt ein. Am 26. April wurde der Holzkegel angezündet. Dann begann die Zeit des Wartens und Bewachens. Drei Wochen lang, Tag und Nacht, befanden sich abwechselnd "Aufpasser" in unmittelbarer Nähe des in sich glühenden Scheiterhaufens. Nach drei Wochen Auskühlungszeit begann der Abbau, eine staubige Angelegenheit: Die Arbeiter "ernteten" die Holzkohle und verpackten sie in Säcke, die nun im Museumsladen verkauft werden.
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