Seit 20 Jahren wichtige Helfer

Bei Unfällen auf der Autobahn sind die Mitglieder des Technischen Hilfswerkes wichtige Unterstützer von Polizei und Rettungsdiensten. Jeden Freitag ist das THW ehrenamtlich auf der Schnellstraße unterwegs. Bild: hfz
Lokales
Nabburg
14.01.2015
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Jeden Freitag sind die Mitglieder des Technischen Hilfswerkes auf der Autobahn unterwegs. Sie unterstützen Polizei und Rettungsdienst nach Unfällen oder Pannen. 1695 Stunden waren die THW-Kräfte 2014 im Einsatz. In ihrem Rückblick sticht zudem eine bayernweit einmalige Zahl heraus.

Seit 20 Jahren ist es zur Gewohnheit geworden, dass sich die Mitglieder des Technischen Hilfswerkes aus Nabburg am Freitagnachmittag bei der Einsatzzentrale der Polizei über Funk anmelden. Dann nehmen sie ihren Dienst auf der A 93 zwischen Ponholz und Luhe sowie auf der A 6 zwischen Amberg/Ost und Leuchtenberg auf. In einer Rückblende auf das vergangene Jahr betonte der zuständige Leiter im THW-Ortsverband, Manfred Raab, dass diese lange Zeit einmalig in Bayern sein dürfte.

Eine Panne, Unachtsamkeit oder ein geringfügiger Auffahrunfall reicht meistens aus, um ein Verkehrschaos auszulösen oder die Fahrer in brenzlige Situationen zu bringen. Die nicht ungefährliche Arbeit der THW-Männer beginnt laut Raab mit jeder Störung auf der Autobahn. Mit ihrer speziellen Ausrüstung für eine schnelle technische Hilfeleistung und dem zwischenzeitlich entwickelten Fachwissen unterstützen sie die Polizeikräfte vor Ort in vielfältiger Weise.

Dies geschieht mit einem für die Belange der Autobahn ausgestatteten Einsatzfahrzeug und mit einer Mindestbesatzung von fünf Helfern. Raab betonte in diesem Zusammenhang auch, dass die anfallenden laufenden Kosten aus den Haushaltsmitteln des Ortsverbandes zu bestreiten sind. Besonderes einsatzträchtig seien die Monate der Fahrbahnerneuerung auf der A 93 zwischen Nabburg und dem Autobahnkreuz "Oberpfälzer Wald" gewesen: "Hier gab es gerade an Freitagen immer wieder Staus, Auffahrunfälle und Pannenfahrzeuge, die die umgehende Hilfe unserer Kräfte erforderlich machten".

Gefährliche Arbeiten

Manfred Raab dankte allen Helfern für die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement und freute sich über einen Umstand besonders: "Der Bereitschaftsdienst läuft seit der Einführung im Ortsverband ohne Komplikationen oder gar Unfälle in den eigenen Reihen ab". Dabei sei es nicht ungefährlich, im Stau zu einer Unfallstelle zu fahren oder bei nur teilweise blockierter Fahrbahnen zu arbeiten. Genauso gefährlich seien die Arbeiten am Standstreifen - beispielsweise bei der Absicherung von Unfall- oder Pannenfahrzeugen. Gerade dabei sei es nicht selten zu brenzligen Situationen gekommen. Manfred Raab appellierte an die Mitglieder, das Gefahrenpotential der Autobahn nie zu unterschätzen und immer ein wachsames Auge auf den fließenden Verkehr zu haben. Er dankte auch dem örtlichen THW-Förderverein, der stets ein offenes Ohr für die Wünsche der THW-Autobahnbereitschaft habe und diese in vielfältiger Weise unterstütze. Der Autobahndienst wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Manfred Raab bat die Mitglieder abschließend wieder um Unterstützung bei der Bewältigung dieser Aufgabe, was gerade in einer Zeit der beruflichen Belastung nicht immer einfach sei und Respekt verdiene.
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