Solo-Einsatz mit "Pantomime"

Markus Koppmann zeigt unser Foto im Spieleinsatz bei "maablosn", dem Europameister der böhmisch-mährischen Blasmusik. Bild: bph
Lokales
Nabburg
19.12.2014
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Markus Koppmann, mit dem Rüstzeug der Jugendblaskapelle vom Laien- zum Berufsmusiker aufgestiegen, ist viel unterwegs in den Orchestergräben zwischen Leipzig, Duisburg und Bayreuth. Beim Neujahrskonzert in seiner Heimatstadt präsentiert er auf dem Euphonium ein Solostück.

Wer kennt nicht die Sprichwörter "Ohne Fleiß kein Preis" oder "Übung macht den Meister"? Darin steckt immer ein Körnchen Wahrheit. Für den gebürtigen Nabburger Markus Koppmann haben diese Worte eine ganz besondere Bedeutung, wobei natürlich auch Talent mit im Spiel sein muss. Er schaffte den keineswegs einfachen Sprung zum Berufsmusiker. Bei der Jugendblaskapelle, in der er sich das dafür nötige Rüstzeug holte, zählt er nach wie vor zu den Aktiven.

Die musikalische Ausbildung startete Koppmann 1992 mit dem Bariton. Dirigent Josef Weber war es, der ihm das Instrument näher brachte. Nach dreijähriger Ausbildung absolvierte der Nachwuchsmusiker erfolgreich die Bronzeprüfung des Nordbayerischen Musikbundes. Zur Posaune, mit der er gegenwärtig sein Geld verdient, kam Koppmann durch die Big Band des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums, weil dort noch eine Posaune zu besetzen war. Er überlegte nicht lange und nahm wiederum Unterricht bei der Jugendblaskapelle; nun bei Markus Ferstl.

Während er sich in den ersten drei Jahren bei der Kapelle schwer tat, weil das Üben seine Sache nicht war, gesellte sich später der Fleiß als Partner zu ihm. "Ich war nicht immer der Eifrigste beim Üben", bekennt er rückblickend im Gespräch und fügt hinzu, dass er dann - da war er mittlerweile 16 Jahre alt - begriffen hatte, was er wollte. Da er mehr aus seiner Begabung zu machen gedachte, übte er täglich zwei bis drei Stunden. So blieb es nicht aus, dass er bereits nach einem Jahr auf Posaune die Bronzeprüfung des Nordbayerischen Musikbundes bestand. Während dieser Phase reifte in Markus Koppmann der Entschluss, den entscheidenden Schritt aus der musikalischen Freizeitgestaltung in Richtung Beruf zu tun.

Die zweijährige Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik startete im September 1999. Koppmann wurde dort unter anderem in den Fächern Tonsatz, Gehörbildung, Musikgeschichte, Klavier, Gesang, Ensembleleitung (Dirigieren) und natürlich im Hauptfach Posaune unterrichtet. Im Juli 2001 folgte die Abschlussprüfung mit der Befähigung als Leiter im Laienmusizieren.

Studium in Würzburg

Nach einem Gastsemester begann er im Sommersemester 2002 das Studium an der Hochschule für Musik in Würzburg. Hier erhielt er Posaunenunterricht bei Professor Andreas Kraft, Solo-Posaunist im Radiosinfonieorchester des SWR in Stuttgart. Im Juni 2006 legte er die Prüfung zum Diplommusiker mit der Note 1,2 ab. Als Musiker hat Markus Koppmann inzwischen Erfahrung in den verschiedensten Orchestern gesammelt: beim Landestheater Coburg ebenso wie bei den Hofer Symphonikern, in Duisburg an der Deutschen Oper am Rhein und den Philharmonikern am Stadttheater Würzburg.

Seit 2008 ist er in der Bühnenmusik der Bayreuther Festspiele tätig. 2011 wurde der Nabburger - neben der weltbekannten Sopranistin und Wagnerinterpretin Waltraud Meier - mit dem Eon-Kulturpreis ausgezeichnet. Mittlerweile lebt er in einem Steigerwaldort im Landkreis Bamberg. Neben seiner Haupttätigkeit als Orchestermusiker engagiert sich Markus Koppmann ehrenamtlich stark in der Laienmusik als Leiter der Höchstädter Stadtkapelle und unterrichtet Musikschüler im Raum Bamberg sowie an der Musikschule in Neustadt/Aisch im "tiefen Blech". Darüber hinaus ist er Mitglied der Besetzung "maablosn", die 2011 den Europameistertitel in der böhmisch-mährischen Blasmusik errang.

Am 3. Januar ab 19.30 Uhr präsentiert die Jugendblaskapelle Nabburg ihren "Koppi", alias Markus Koppmann, beim Neujahrskonzert in der Nordgauhalle mit dem Stück "Pantomime" von Philip Sparke für Solo-Euphonium.
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