Sorgen der Landwirte

Lokales
Nabburg
02.11.2015
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Marianne Schieder ist in der Landwirtschaft verwurzelt. Sie weiß, dass nach der Abschaffung der Milchquote und unzureichenden Preisen auf vielen Märkten Landwirte unter Druck stehen.

Die Bundestagsabgeordnete traf sich am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf mit Behördenleiter Reinhold Witt zu einem Gespräch über Themen, die die Landwirtschaft momentan bewegen. Dabei waren auch die neu zu erwartenden Vorgaben der Düngeverordnung, der Gewässerschutz und die Ausrichtung der Produktion der landwirtschaftlichen Betriebe ein Thema.

Dörfer gestalten

"Diese veränderte Situation gilt es durch die Politik zu begleiten, um den ländlichen Raum und die landwirtschaftlichen Strukturen in den Dörfern zu gestalten", sagte Schieder. Neben der Investitionsförderung spielen die Fördermöglichkeiten in der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz GAK eine wichtige Rolle. Diese Mittel sollten für die Landwirtschaft auf jeden Fall weiter zur Verfügung stehen, so Witt. "Damit könnten wichtige Impulse in der Weiterentwicklung der Tierhaltung oder der Gestaltung der Dörfer gesetzt werden."

Bildungsbereitschaft

Schieder interessierte sich besonders für den Bereich Bildung und die landwirtschaftlichen Meisterschulen in Nabburg, Weiden und Cham. Sie war sehr angetan von der Bildungsbereitschaft in der Landwirtschaft und der Hauswirtschaft und freute sich, dass auch 18 Meisteranwärterinnen der Hauswirtschaft momentan einen Lehrgang am Standort Nabburg absolvieren und die Teilzeitschule 20 Studierende besuchen.

Sie sagte Unterstützung für den Bildungsbereich und den Dialog zwischen Landwirtschaft und den Verbrauchern zu. Landwirte die verantwortungsvoll mit Umwelt und Tieren umgehen sollten dies auch erklären und sich nicht scheuen ihren Betrieb zu öffnen und darzustellen. Die Bäuerinnen und Bauern seien ein wichtiger Teil des Lebens und der Kultur auf dem Lande. "Dieser Aspekt wird von vielen gar nicht gesehen und unterschätzt", so Schieder.
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