Sozialstation auf eigenem Weg

Lokales
Nabburg
20.06.2015
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Die Caritas-Sozialstation Nabburg e.V. geht eigene Wege. Seit dem 1. April steht sie durch Loslösung vom Kreisverband Schwandorf auf eigenen Beinen. Und inzwischen hat sie auch einen eigenen Geschäftsführer.

Als am Mittwoch zwei neue Fahrzeuge vor den Räumen der Sozialstation in der Bahnhofstraße 16 im Beisein aller Bediensteten von Vorsitzendem Stadtpfarrer Hannes Lorenz ihren Segen bekamen, überraschte der Seelsorger mit diesen Neuerungen. Gegenwärtig verfügt die Station über zwölf Fahrzeuge. Zwei davon mussten durch neue ersetzt werden. Sie sind übrigens weiß und tragen rote Schriftzüge im Gegensatz zu den älteren Autos. Theo Kunstmann zeichnet nunmehr ehrenamtlich für den Fuhrpark verantwortlich.

Mit neuen Angeboten

Während dieser Neuausrichtung, wurde auch eine neue Satzung diskutiert, informierte Lorenz. Diese wurde von den Mitgliedern im April verabschiedet. Dies bedingte auch eine ganze Reihe von Investitionen in der Station, um die notwendigen Arbeitsplätze so einzurichten, dass sie den neuen Anforderungen gerecht werden.

"Nach wie vor steht im Mittelpunkt unserer Arbeit der Mensch in seiner einzigartigen Würde", betonte der Vorsitzende und verwies neben den bisherigen Tätigkeiten - sich um kranke oder pflegebedürftige Menschen zu kümmern - auf neue Angebote. Da bewährt sich die Betreuungsgruppe, die sich alle 14 Tage in der Station trifft. Zwölf Personen aus dem gesamten Gebiet der Station, welche nahezu den Altlandkreis Nabburg umfasst, nehmen daran teil, ergänzte Geschäftsführer Gerhard Eilers aus Wackersdorf. Krankenpfleger Hans Irlbacher und stellvertretende Pflegedienstleiterin Azara Licina sorgen sich um die Gestaltung.

Ebenso hat die Station nun drei Kräfte, die die Betreuungsleistungen vor Ort für die Patienten übernehmen. Seit Januar 2015 können diese (in begrenztem Unfang) über die Pflegekassen abgerechnet werden. Als bewährter Dienst im gesamten Einsatzgebiet der Sozialstation kann auch das Essen auf Rädern angesehen werden.

Insgesamt werden gegenwärtig 185 Patienten betreut und versorgt. "Das ist mit Blick auf die vergangen drei Jahrzehnte seit der Gründung 1984 ein Rekord", bemerkte der Stadtpfarrer und verwies auf die jüngste Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen: "Hier hat die Station die Note 1,0 erhalten. Das ist eine nochmalige Verbesserung zur letzten Prüfung vor etwa einem Jahr, wo es 1,2 gab".

In zwei Schichten

Laut Geschäftsführer hat sich der Medizinische Dienst die komplette Station angesehen, wobei die Führung und die Organisation im Blickpunkt waren. Vor Ort bei den Patienten ging es um die Arbeit der Pflegekräfte sowie um die Zufriedenheit der zu Betreuenden und ob der Auftrag auch ordnungsgemäß ausgeführt wird. "Eine solche Würdigung sehe ich als Verpflichtung", verdeutlichte Gerhard Eilers.

Letztlich berichtete der 60-Jährige aus Wackersdorf, der in dieser Tätigkeit kein Neuling ist, dass in der Caritas Sozialstation im Zweischichtbetrieb gearbeitet wird. Das geschieht überwiegend tagsüber an sieben Tagen in der Woche.
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