Sprachschatz im Gepäck

Über den Globus verteilt verbrachten die Schülerinnen (von links) Theresa Haas, Katharina Kummert, Corinna Rösch und Luisa Pischulti ihre Austauschzeit. Von ihren Erfahrungen berichteten sie nun Schulleiter Franz Xaver Huber. Bild: jua
Lokales
Nabburg
27.09.2014
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Vier Schülerinnen des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums gingen im Zuge eines Schüleraustausches für zehn Monate ins Ausland. Die jungen Damen berichteten am Freitag im Beisein von Schulleiter Franz-Xaver Huber über ihre Erfahrungen, schulische wie private.

Katharina Kummert aus Nabburg verabschiedete sich im Sommer 2013 von ihrer Familie und flog nach Texas in die Nähe von Dallas. In einer für das Land relativ kleinen Schule mit etwa 450 Schülern fühlte sie sich bald heimisch und besuchte Fächer, welche bei uns nicht gerade auf dem Stundenplan stehen. "Sport wird dort ganz groß geschrieben", weiß die 16-Jährige, die nun in die zehnte Klasse geht, zu berichten. Aber auch Ernährung, Kochen, Kindererziehung oder Sportmedizin konnte sie belegen. Bei ihren Gasteltern mit einer Gastschwester (zwölf Jahre) kam sie sich gut aufgehoben vor, freute sich aber zwischendurch auch über den Besuch von Vater und Onkel.

Bewachte Schule

Der Weg von Corinna Rösch führte nach Long Island, eine Stunde von New York entfernt. Die Masse der etwa 2500 Schüler, denen sie dort begegnet, war für die 16-jährige Nabburgerin schon eine Umstellung. "Es ist doch gewöhnungsbedürftig, wenn man am Eingang der Schule erst den Ausweis herzeigen muss", erzählt sie und berichtet auch von Wachmännern, die für Sicherheit und Ordnung sorgten. Corinna hat sich bei der Fächerwahl für Fechten entschieden, eine Sportart, die in einem "normalen" Gymnasium hierzulande nicht vorgesehen ist. Auch diese Schülerin der nun zehnten Klasse nahm viele gute Erlebnisse mit nach Hause und würde so einen Austausch jederzeit weiterempfehlen.

Luisa Pischulti wohnte sehr luxuriös in einer Residenz in Murcia, einem kleinen Ort im Südosten Spaniens. Sie besuchte eine Privatschule mit etwa 400 Kindern und musste eine Uniform tragen, an der sie, wie die 16-Jährige lächelnd zurückdenkt, schon gleich die roten Kniestrümpfe gestört haben. Familie wurde bei ihren Gasteltern ganz groß geschrieben. "Die ersten Monate", gibt die Wernberg-Köblitzerin ehrlich zu, "habe ich trotz eines dreimonatigen Spanisch-Crashkurses aufgrund der Dialekte zwar viel verstanden, aber wenig sprechen können". Dafür fällt ihr jetzt die Sprache, wie allen Austauschschülern, viel leichter. Sie hat sich gleich für die elfte Klasse entschieden.

Auch Theresa Haas konnte mit ihrem Zielort in Mexiko zufrieden sein. Da es wenig staatliche Schulen gibt und diese nicht besonders gut sind, gehen die gut situierten Kinder in Privatschulen, die bewacht werden. So auch die 16-Jährige, die in einer Arztfamilie gewohnt hat. Schmunzelnd berichtet sie von Urlauben, die von ihrer Aufenthaltszeit bestimmt zweieinhalb Monate in Anspruch nahmen. "Die nehmen das mit der Schule nicht so genau", lautet ihre Einschätzung über die Mexikaner. Und doch hat sich ihre Sprache, trotz ganz normaler Anfangsschwierigkeiten, um einiges verbessert. Die zehn Monate genoss sie und entschied sich ebenfalls für die elfte Klasse.

Gute Zeugnisse

Oberstudiendirektor Franz-Xaver Huber freut sich über die gut angekommenen Heimkehrer und lobt die guten Zeugnisse, die sie mit nach Hause gebracht haben. Er ist froh, dass die Auslandszeiten erneut wieder fast nur von positiven Eindrücken geprägt waren.
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