Stadt tritt Zweckverband bei

Lokales
Nabburg
08.11.2014
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Mittlerweile sind fast alle 33 Landkreis-Kommunen dem Zweckverband "Interkommunale Klärschlammtrocknung" beigetreten. Über die Frage, ob sich auch Nabburg anschließen soll, gab es im Stadtrat gegensätzliche Ansichten.

Bislang setzte die Stadt auf die landwirtschaftliche Entsorgung, sprich: Der Klärschlamm wurde auf Feldern ausgebracht. Nun werden aber die Kriterien dafür deutlich verschärft, bevor die Entsorgung auf landwirtschaftlichen Flächen voraussichtlich 2025 endgültig verboten wird. Deshalb wurde ein Zweckverband ins Leben gerufen, der die Trocknung des Klärschlamms auf dem Gelände des Schwandorfer Müllkraftwerkes und die Verbrennung im Burglengenfelder Zementwerk regeln soll. Die Kosten würden sich für die Stadt bei einem Beitritt zum Zweckverband kaum ändern: Bislang zahlte sie rund 36 500 Euro, künftig wären es etwa 33 500 Euro.

In Namen der SPD-Fraktion lehnte Evi Thanheiser dennoch einen Beitritt der Stadt ab. Falls später weitere Investitionen nötig werden sollten, könne der Zweckverband seine Mitglieder in Anspruch nehmen, betonte sie. Nachdem außerdem die Abtrennung von Phosphor aus dem Klärschlamm nötig wird, sei eine thermische Verwertung im Zementwerk in Burglengenfeld nicht möglich.

Um den Phosphor aus der Asche filtern zu können, müsste der Schlamm in eine Monoverbrennungsanlage gebracht werden, in der keine anderen Stoffe thermisch verwertet werden. Bis auf weiteres sollte der Klärschlamm deshalb weiter auf Feldern ausgebracht werden, betonte sie.

Die notwendige Phosphat-Abtrennung und die daraus folgenden Konsequenzen sprach auch Frank Zeitler (CSU) an. Er kam jedoch zu einem anderen Schluss als seine Vorrednerin: Diese Punkte gelte es zwar im Auge zu behalten, aber dennoch sei die CSU-Fraktion der Ansicht, dem Zweckverband beizutreten. "Ein kommunaler Verbund gibt immer eine gewisse Stärke", betonte Zeitler. Außerdem könne in den nächsten zehn Jahren noch viel passieren. Gegen die Stimmen von SPD-Fraktion und Bürgermeister Armin Schärtl beschloss der Stadtrat mit 14:7, sich dem Zweckverband "Interkommunale Klärschlammtrocknung" anzuschließen.
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