Stadt- und Gemeinderäte erhalten Kommunale Dankurkunde
Treibstoff für das Gemeinwesen

Landrat Thomas Ebeling (rechts) zeichnete 22 langjährige Stadt- und Gemeinderäte aus. Unser Bild zeigt sie zusammen mit den Bürgermeistern der jeweiligen Kommunen und dem Nabburger"Hausherrn", Bürgermeister Armin Schärtl (links). Bild: Völkl
Lokales
Nabburg
14.10.2014
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Sie wollen der Allgemeinheit auch etwas geben und nicht nur nehmen: Über viele Jahre hinweg engagieren sich 22 Stadt- und Gemeinderäte für ihre Heimat. Landrat Thomas Ebeling überreicht ihnen am Montagabend im Nabburger Rathaus die Kommunale Dankurkunde.

"Hausherr" Bürgermeister Armin Schärtl hieß die Geehrten und die Bürgermeister der betreffenden Kommunen im Sitzungssaal willkommen. Er freute sich, dass die ehemalige Kreisstadt "für die ehrenvolle Veranstaltung" gewählt worden war. Zu recht: Nabburg und Burglengenfeld sind im Landkreis die Städte mit der längsten kommunalen Selbstverwaltung.

In seiner Laudatio hob Landrat Thomas Ebeling hervor, dass es mit "Routine und Funktionieren" in der Rathausarbeit schnell vorbei wäre, wenn nicht ehrenamtliches Engagement "immer wieder neuen Treibstoff in unser Gemeinwesen bringen würde". Dieses Engagement sei keine Selbstverständlichkeit. Deshalb würde aus den rund 700 Kreis-, Stadt- und Gemeinderäten in den 33 Landkreiskommunen diejenigen hervorgehoben, die mindestens 18 Jahre ihre Lebenserfahrung, ihr berufliches Wissen und ihre persönlichen Überzeugungen eingebracht haben. In Nabburg waren dies zwei Frauen und 20 Männer aus zehn Kommunen im Landkreis.

Die wenigsten der Geehrten seien "nur Gemeinderäte", betonte der Landrat, "sondern Persönlichkeiten, die von der Jugendarbeit und dem Elternbeirat, von der Kirche über den Sport bis zu den Parteien an vielen Stellen Verantwortung übernehmen".

Trotzdem sei das Ehrenamt als Stadt-, Gemeinde- oder Kreisrat kein Amt wie jedes andere. "Als Sportler, Feuerwehrler, Elternbeirat hat man ein Thema, eine Aufgabe". Als Ratsmitglied befasse man sich mit allen Themen, "von Abwasser bis Zeltlager, vom Wohngebiet bis zur Friedhofssatzung".

"Zeugt von Standfestigkeit"

Die Anerkennung für diesen Einsatz zeige sich im Vertrauen der Bürger, das vielen der Geehrten bereits zum vierten Mal ausgesprochen worden sei: "Das zeugt von Standfestigkeit". Ebeling bescheinigte ihnen, mit ihrer Arbeit zur Weiterentwicklung der Kommune und des Landkreises beigetragen zu haben.

Der dienstälteste Bürgermeister in der Runde, Georg Butz (Wernberg-Köblitz) setzte den Schlusspunkt. Er räumte mit einem "großen und groben Vorurteil" auf, wonach die Tätigkeit der Stadt- und Gemeinderäte erst nach den Abgeordneten in Bund und Land rangiere. Die kommunale Gebietskörperschaft sei die kleinste politische Einheit im Staatswesen, doch voller Verantwortung: Wie in keine anderen politischen Gremium stehe der Kommunalpolitiker unter der direkten Kontrolle der kritischen Öffentlichkeit: "Nirgendwo anders kann der Wähler überprüfen, ob Wort und Tat eines Mandatsträgers in Einklang zueinander stehen". Bei den Geehrten sei dies der Fall.

"Leuchtende Sterne"

"Leuchtende Sterne des Gemeinwohls sind heute ausgezeichnet worden", schloss Georg Butz und bat die Geehrten im Namen seiner Bürgermeisterkollegen, "noch lange in der Öffentlichkeit Vorbild zu sein".
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