Stark durch regionalen Bezug

Referierten bei der Gebietsversammlung der Raiffeisenbank im Naabtal in der Nordgauhalle (von links): Vorstand Christian Seidl, Bürgermeister Richard Tischler (Stadt Pfreimd), Vorstand Bernhard Werner und Energieberater Norbert Keil. Bild: ohr
Lokales
Nabburg
06.05.2015
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Die Raiffeisenbank im Naabtal kann auf ein gutes Geschäftsjahr 2014 zurückblicken. Das betreute Kundenanlagevolumen betrug zum Jahresende 865 Millionen Euro. Dies bedeutete einen Zuwachs um 45 Millionen. Aber die Zukunft ist mit Herausforderungen verbunden.

In der Nordgauhalle begrüßte Vorstand Bernhard Werner die Eigentümer und Kunden der Bank aus dem Geschäftsgebiet Nabburg/Pfreimd zu einer von drei Gebietsveranstaltungen. Tradition, Fortschritt, Nachhaltigkeit: Das sei der Dreiklang, der die Volks- und Raiffeisenbanken und auch die Raiffeisenbank im Naabtal seit über 100 Jahren so einzigartig und erfolgreich macht, lautete das Fazit des Repräsentanten.

Vorstand Christian Seidl konzentrierte sich zunächst in seinem Bericht auf die Entwicklung der bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken mit einem zufriedenstellenden Geschäftsabschluss. Abermals wirkten sich in der Erfolgsberechnung die niedrigen Zinsen aus.

Gute Absicherung

Die Banken erhöhten demnach ihren Kapitalpuffer auf eine Kernkapitalquote von 13,41 und eine Gesamteigenmittelquote von 18,03 Prozent. Bayernweit entschlossen sich 50 000 Kunden, ihrer Genossenschaftsbank als Mitglied beizutreten. Die Anzahl stieg somit auf 2,6 Millionen an.

Das Einlagenwachstum der Raiffeisenbank im Naabtal demonstriere eindrucksvoll das hohe Maß an Vertrauen der Kunden. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahreswert betrug 18,3 Millionen Euro. Durch die Ausreichung von 5,3 Millionen Euro an neuen Krediten bewegte sich das bilanzielle und außerbilanzielle Kundenkreditvolumen auf 342 Millionen zu. Das gesamte betreute Kundenvolumen - einschließlich der Verbundpartner - pendelte sich auf 1 207 Millionen Euro ein und erhöhte sich um 48 Millionen.

In Zukunft werde das dauerhafte Niedrigzinsumfeld auch die Zinsspanne der Raiffeisenbank im Naabtal beeinträchtigen. Durch die stetige expansive EZB-Geldpolitik sei mit einem weiteren Rückgang zu rechnen, prognostizierte der Sprecher. Auch die zunehmenden Regulierungsvorgaben durch die Bankenaufsicht und die Bundesbank machten sich personal- und kostenintensiv bemerkbar. Der Blick nach vorne zeigt: Die Bewältigung der künftigen Aufgaben wird nicht einfacher.

Das Geschäftsmodell der Genossenschaftsbanken beruhe auf Langfristigkeit und Verlässlichkeit. "Unsere Stärke liegt in der Qualität, in der Präsenz vor Ort und in der Zuverlässigkeit, gepaart mit der notwendigen Sicherheit.", stellte Vorstand Christian Seidl als Resümee heraus.

Vorurteile entkräftet

Wegen Verhinderung der drei örtlichen Repräsentanten sprach der Bürgermeister der Stadt Pfreimd, Richard Tischler, auch im Namen seines Nabburger Kollegen. Die beachtliche Leistung verdiene Respekt. Er bedankte sich für das Engagement in der Region für die Region und wünschte eine weitere gute Entwicklung in allen Geschäftsbereichen.

Energieberater Norbert Keil thematisierte "Energiesparen am Haus - Fundierte Aussagen zu bekannten Vorurteilen" Der Referent zeigte an verschiedenen Beispielen Einsparmöglichkeiten durch Wärmedämmung auf und ging auf die zwei Arten von Wärmeverlusten ein: Lüften und Undichtigkeiten in der Gebäudehülle. Er räumte mit Vorurteilen auf: Zum Beispiel Wärmedämmung mache die Häuser zu dicht und erhöhe damit das Schimmelrisiko. Sie halte nicht lange, erhöhe die Brandgefahr und rechne sich nicht.
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