"Startschuss für gute Zukunft"

Ab heute gehört das ehemalige Kreiskrankenhaus dem Kreisverband des Roten Kreuzes. Er wird auch das Haus "St. Johannes" vom Landkreis und "Seni-Vita" sowie sämtliche Mitarbeiter übernehmen. Bild: Tietz
Lokales
Nabburg
01.10.2015
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Das ehemalige Kreiskrankenhaus hat einen neuen Eigentümer: Ab heute übernimmt der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes offiziell die Regie. Er plant eine Ergänzung des Angebots für Senioren.

"Gesundheits- und Betreuungszentrum Nabburg des Bayerischen Roten Kreuzes": Diesen Namen wird das Gebäude, das einst das Kreiskrankenhaus beherbergte, nun tragen. Darüberhinaus werden die Veränderungen für die Mieter gering ausfallen: Die Arztpraxen bleiben im Haus. Das betonte BRK-Kreisgeschäftsführer Alfred Braun bei der offiziellen Vorstellung der neuen Eigentümer gestern Nachmittag im "Haus St. Johannes".

Ab heute übernimmt das Rote Kreuz neben dem Gebäude auch diese Einrichtung für Senioren, die bislang der Landkreis zusammen mit "Seni-Vita" leitete, samt allen Mitarbeitern. In "St. Johannes" wird die Aufnahme rüstiger Senioren bis hin zu demenziell erkrankten Menschen möglich sein, ließ Braun wissen. Dazu soll eine Tagespflegeeinrichtung für 15 Personen im dritten Obergeschoss des ehemaligen Krankenhauses entstehen. Braun bezeichnete die Entwicklung des ehemaligen Krankenhauses als "tolle Erfolgsgeschichte" für das Haus, den Landkreis sowie für die Stadt.

BRK-Kreisvorsitzender Altlandrat Volker Liedtke stieß in das selbe Horn und sprach von einem "bewegenden Moment". Er blickte zurück: Die Krankenhäuser hätten im Landkreis - und besonders in Nabburg - nicht nur Freude sondern auch Sorge gemacht. Insofern freute es Liedtke, dass in Nabburg eine zukunftsträchtige und gute Lösung gefunden worden sei.

Guten Ruf erarbeitet

"Es erfüllt mich mit Genugtuung, dass wir miteinander etwas in Schwung bringen, das schon abgeschrieben war", unterstrich der Altlandrat. Auf dem guten Ruf, das sich das Haus "St. Johannes" in den vergangenen Jahren erarbeitet habe, könne der BRK-Kreisverband nun aufbauen. "Das", sagte der Sprecher, "ist ein besonders gutes Startkapital". Die Übernahme des ehemaligen Kreiskrankenhauses durch das Rote Kreuz sei eine riesige Aufgabe, aber auch eine große Chance für den Kreisverband, sagte Liedtke abschließend.

Auch Landrat Thomas Ebeling war froh, dass eine gute Lösung für das Haus gefunden worden sei - auch wenn sich die Vorarbeiten als nicht ganz leicht dargestellt hätten. Zum Beispiel musste gewährleistet werden, dass keine Fördergelder zurückbezahlt werden müssen. Am Ende steht laut Ebeling aber nun ein positives Ergebnis und der "Startschuss für eine gute Zukunft".

Für Bürgermeister Armin Schärtl nahm mit dem Besitzerwechsel eine unendliche Geschichte ein glückliches Ende. Es gebe auch schon Ideen, was in Zusammenarbeit mit der Stadt Nabburg auf dem großen Grundstück des ehemaligen Krankenhauses entwickelt werden könnte.

Dr. Brigitte Birzer, die Geschäftsführerin des Landkreises für das Haus "St. Johannes", erinnerte an die Umstrukturierungen in Nabburg im Jahr 2004 und die Suche nach Möglichkeiten, das Haus weiter mit Leben zu erfüllen. In diesem Zusammenhang dankte sie Dr. Horst Wiesent von "Seni-Vita", der sich bereit erklärt habe, das Haus "St. Johannes" zusammen mit dem Kreis zu betreiben. Dr. Wiesent war überzeugt, dass das Haus mit dem Roten Kreuz einen hervorragenden Träger habe.
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