Themen aus der Heimat

Lokales
Nabburg
25.11.2014
6
0

Pünktlich zum bundesweiten Vorlesetag stellte auch das Forum seine aktuelle Ausgabe der "Heimat Nabburg" vor. Sie beinhaltet Beiträge von vier Autoren. Ein Wechsel bahnt sich bei den Machern des Heftes an.

Vereinsvorsitzende Luise Pfeifer ließ Schriftleiter Ernst Bräutigam den Vortritt, die druckfrische Ausgabe zu präsentieren. In seiner Begrüßung hob er unter den Gästen besonders die anwesenden Autoren hervor, Dank deren unentgeltlichem Engagement auch das neueste Werk mit vielfältigen Themen "glänzt". Dass diese mit Herzblut recherchiert und geschrieben sind, zeigte sich in persönlichen Wortbeiträgen, die Bräutigams detaillierte Inhaltsangabe ergänzten.

Josef Eimer begab sich in die "Sprechstunde" bei Dr. von Thon-Dittmer, namentlich bekannt durch das Palais am Regensburger Haidplatz, und untersuchte dessen Zeit als praktischer Arzt in Nabburg. Ein weiterer Artikel, zu dem Eimer ein illustres Beispiel aus dem Stadtarchiv mitgebracht hatte, lenkt den Blick auf mittelalterliche Pergamente, Missale des 14. Jahrhunderts, später fragmentarisch "recycelt" als Einbände von Ratsprotokollen. Sein letzter Aufsatz lässt örtliche Kino-Erinnerungen Revue passieren.

Blick nach Pfreimd

Karl-Peter Rauschert spürte im Archiv über das eher symbolische Hahnenkreuz hinaus den Ursprüngen der "Spannungen" zwischen Nabburg und Pfreimd nach. Quasi selbstreflektierend belegt er zudem in Fortsetzung seiner Archivgeschichten, wie es zeitweilig in Nabburg "drunter und drüber" ging, wo die Unter- mit den Oberstädtern stritten, "die sich als Bessere sahen, und - scherzhaft - "heute noch sind, zwar vom Aussterben bedroht, doch die Masse sei ja irrelevant".

Zurück Richtung Pfreimd: Ernst Thomann resümiert die Grabungen am Autobahnrastplatz als Entdeckung der größten vorgeschichtlichen und friedlich verlassenen Siedlung Nordbayerns. Und er beschreibt ein kleines, bedeutsames Fundstück - nun im Stadtmuseum Zehentstadel - , das "für Nabburg Gold wert ist".

Die weiteste Anreise - aus Berlin - hatte Toni Nißl. In autobiografischen Erinnerungen blickt er auf seine bisherige musikalische Karriere zurück, zuletzt selbst erstaunt über all die vielfältigen Erlebnisse mit großen Stars der Musik- und Filmbranche. Sein persönliches Fazit: "Mein Kindertraum ist wahr geworden". Für Ernst Bräutigam, teils selbst in dem Metier tätig, überaus beeindruckend sowie erfreulich, da Nißls Beitrag neuzeitlicher Geschichte auch jüngeren Lesern ein Vorbild biete. Der Schriftleiter dankte abermals allen treuen Autoren des 34. Bandes, der zum Preis von 9,50 Euro im Buchhandel, in Rat- und Schmidt-Haus sowie im Stadtmuseum erhältlich ist.

Fast als "Randnotiz" verkündete Ernst Bräutigam zuletzt noch eine Personalie: "Mit diesem Band möchte ich meine Tätigkeit als Schriftleiter der Heimat Nabburg aus beruflichen Gründen beenden." Nach Mauritius Lohmann hatte er diese Aufgabe seit 2007 inne. "Ganz lassen wir dich nicht gehen", bedauerte Vorsitzende Luise Pfeifer den Entschluss in ihren Lob- und Dankesworten und hoffte zumindest auf weitere Mitarbeit, "denn auch das nächste Heft will mit tollen Beiträgen gefüllt sein!"
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.