THW-Ortsverband beim Fliegerhorst in Erding im Einsatz
Hangars als Asyl-Unterkunft

Lokales
Nabburg
03.11.2015
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Beim Fliegerhorst in Erding fliegen schon lange keine Kampfflugzeuge mehr. In der Kaserne laufen lediglich noch Wartungsarbeiten für Triebwerke oder ähnliche Flugzeugteile. Aber die Hangars stehen noch und sind in einem massiven baulichen Zustand. Darum wurde von politischer Seite verfügt, dass diese 18 Gebäude winterfest umgebaut und für Asylsuchende als vorübergehende Unterkunft dienen sollen.

Auch der Nabburger THW-Ortsverband war hier gefordert. Dietmar Bleistein war zwei Wochen als Camp-Planer eingesetzt, um das ganze Projekt in geordnete Bahnen zu lenken. Gruppen aus Nabburg und anderen Ortsverbänden waren eine ganze Woche beschäftigt, die Bauten zu entkernen und zu säubern. Pioniere der Bundeswehr erstellten kilometerlange Zäune, da ja der übrige Dienstbetrieb der Kaserne abgegrenzt werden musste. Große Flächen mussten vorbereitet werden, um sanitäre Einrichtungen, weitere Großraum- und Versorgungszelte sowie Bürocontainergebäude aufzustellen.

Um etwa 5000 Leute zu versorgen musste auch die Infrastruktur - Kanal, Strom und Wasser - erneuert werden. THW-Ortsverbände aus ganz Deutschland, die eine Fachgruppe Infrastruktur haben, rückten an und arbeiteten teilweise Tag und Nacht. Ein weiterer Campbau-Spezialist des Ortsverbands Nabburg, Christian Grasser, arbeitete zwei Wochen als Teamleader mit, um die Gruppen mit Rat und Tat sowie organisatorisch zu unterstützen.

Jetzt ist das Deutsche Rote Kreuz am Zug, um die Flüchtlinge zu betreuen. Bei den Großraumzelten weiß man aber nicht, wie sich diese im Winter bewähren. Deshalb laufen derzeit Überlegungen, diese durch feste Holzelementbauten zu ersetzen. Auch dann wird der Ortsverband Nabburg wieder gefordert sein.
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