Tierisch interessanter Museumstag

Die Alpakas sind ursprünglich zwar nicht in der Oberpfalz daheim. Aber sie fühlen sich auch hier pudelwohl.
Lokales
Nabburg
07.10.2014
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Der Tag der alten Haustierrassen zieht viele Besucher an. Darüber freute sich am Sonntag das Oberpfälzer Freilandmuseum. Nach zehn solchen Veranstaltungen ist deshalb noch lange nicht Schluss.

Von Anfang an war das Museum der Ort für den regelmäßig am ersten Oktober- Sonntag stattfindenden Tag der alten Haustierrassen. Das war ein Glücksfall für beide Seiten. Wo könnte man besser das Verhältnis zwischen Mensch und Tier verstehen als im Freilandmuseum mit seinen Häusern, Ställen und der historischen Kulturlandschaft? Das Museum besitzt selbst süddeutsche Kaltblutpferde, Oberpfälzer Rotvieh, Waldschafe, Coburger Fuchsschafe, Schwäbisch-Hällische Landschweine und viele weitere alte Haustierrassen aus der Zeit, als diese Tiere noch ganz andere Funktionen hatten als heute.

Für das Jubiläum hat das Freilandmuseum in diesem Jahr das Rotvieh in den Mittelpunkt der Veranstaltung gestellt, weil es gut zum Jahresmotto "Zum Ess'n mou alles zamkumma" passt. Es muss nicht im Stall stehen, sondern kann auf grünen Wiesen ein gutes Leben führen und dann eine gesunde Mahlzeit liefern. Im Denkenbauernhof gab es für die Besitzer von jungen Kaninchen die Möglichkeit, an einer Tierbesprechung teilzunehmen, bei der es auch Tipps für Haltung, Pflege und Fütterung gab. Für besonders schöne Kaninchen gab es Pokale. Zwei Kaltblutpferde zogen Kutschen, in denen Kinder gerne mitfuhren. Auch das Reiten auf den kleinen Huzulen und Koniks war besonders bei den kleinen Besuchern sehr beliebt. Mit dem Esel Janosch konnte man auf Schatzsuche gehen, und außerdem durfte jedes Kind beim Luftballonwettbewerb mitmachen.

Doppelter Gewinn

Die Mitglieder der Oberpfälzer "GEH"-Gruppe (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen) zeigten an diesem Tag den vielfältigen Nutzen alter Haustierrassen, in dem sie eigene Produkte mitbrachten und verkauften. Gerade sie fanden reißenden Absatz. Vor allem die biologischen Rotvieh-Burger waren sehr beliebt unter den Besuchern. Vor allem für die Älteren war dieser Tag fast wieder eine Reise in die eigene Kindheit.

Museumsleiterin Dr. Birgit Angerer zeigte sich positiv überrascht, dass so viele Besucher kamen. Veranstaltungen rund um das Tier sind immer eine besondere Attraktion. Mit dem Tag der alten Haustierrassen ist beiden Seiten gedient: sowohl dem Museumsbetreiber, der viel Publikumszuspruch erfährt, als auch den Züchtern der alten Rassen, die die Gelegenheit haben, ihre Arbeit und ihre Liebe zu den Tieren zu zeigen. Vielleicht finden sie auch Nachahmer, die alsbald ebenfalls Zeit und den notwendigen Platz haben, sich der Erhaltung alter Rassen zuzuwenden.

Aber dass an diesem Tag nicht nur alte Rassen dort zu finden waren, zeigten die Alpakas, die ein Züchter ebenfalls ausstellte. Er bot den Besuchern die Gelegenheit, die gutmütigen Tiere, die ihre ursprüngliche Heimat in den Höhenlagen der südamerikanischen Anden haben, auszuführen.
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