Trockenen Fußes ans Naabufer

Landrat Thomas Ebeling und Bürgermeister Armin Schärtl fassten sich ein Herz und zeigten, wofür Bootsanlegestellen gut sind. Ohne nass zu werden, stiegen sie in Anzug und Krawatte, eingepackt in Schwimmwesten, an der Perschener Straße in die Boote und kamen sicher und trocken bei der Nordgauhalle an. Bild: Götz
Lokales
Nabburg
03.05.2015
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Landrat Thomas Ebeling und Bürgermeister Armin Schärtl rudern, nicht zurück, sondern flussabwärts. Sie zeigen so, wofür die neuen Treppen in die Naab gut sind: Zum trockenen Einsteigen in Boote und natürlich auch zum Aussteigen.

Für 23 500 Euro wurden zwei komfortable Bootsanlegestellen nördlich des Naabstegs an der Perschener Straße und bei der Nordgauhalle geschaffen. Mit deren Hilfe können Bootswanderer ihre Sportgeräte bequem zu Wasser lassen und in Kanu, Kajak oder Schlauchboot einsteigen. "Mit Vergnügen", so Bürgermeister Armin Schärtl stelle er die Einstiegshilfen, fußläufig zur Altstadt, vor. "Beim Wandern, Paddeln und Radfahren ist noch Urlauberpotenzial da", sagte der Bürgermeister. Landrat Ebeling stimmte zu: "Ich weiß auch, dass Bootswandern sehr beliebt ist". Nach den im Boot zurückgelegten rund 500 Metern von der Perschener Straße zur Nordgauhalle, gestand er, dass er sich Paddeln durchaus als Urlaubsbeschäftigung vorstellen könne. "Das macht doch Spaß."

Stadt und Naturparkverein

In seiner Funktion als Vorsitzender des Naturparkvereins sprach er auch über Geld und informierte, dass die Maßnahme mit 10 350 Euro bezuschusst wurde, 4150 Euro steuerte der Naturparkverein bei, den Rest zahlte die Stadt Nabburg.

Armin Rösch, Vorsitzender des Paddelclubs Nabburg, der die Boote für die Probefahrt der beiden Kommunalpolitiker zur Verfügung gestellt hatte und sie zusammen mit einem Vereinskollegen begleitete, packte die Gelegenheit beim Schopf: Der Einstieg beim Paddelclub ein Stück weiter flussaufwärts sei nach 40 Jahren renovierungsbedürftig. Beide Politiker sagten eine Sanierung, mit einer Finanzierung nach dem Muster der neuen Einstiegshilfen, zu.

"Touristischer Baustein"

Die Leiterin des Tourismuszentrums Alexandra Beier sprach von einem weiteren touristischen Baustein. Die Anlegestellen machten das Ein- und Aussteigen sicherer und "wildes Einsteigen" überflüssig. Dadurch würden empfindliche Uferbereiche geschont. Die Einstiegsstellen werden demnächst beschildert, ebenso werden Warnhinweise für sensible Bereiche angebracht und Ortstafeln aufgestellt. Die Bootswanderer wüssten dann genau, wo sie sich befinden.

Um die Wette gepaddelt

Da die Naab ein ruhiger Fluss ist, ist sie Beier zufolge gut für Familien geeignet und biete sich an, den Umgang mit dem Wasser zu lernen. Auch Einheimische sollten Bootsausflüge nutzen, um ihre Heimat vom Wasser aus kennen zu lernen, neue Eindrücke inklusive. Diese wollten nach einer kurzen Einweisung und dem Anlegen der Schwimmwesten Ebeling, Schärtl und Beier sofort sammeln.Allerdings vergaßen sie das schnell und lieferten sich einen kleinen Wettbewerb. "Wenn wir einen Kilometer mehr gehabt hätten, hätten wir euch geschnupft", sagte Beier frech in Richtung Landrat.
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