Tunnel: Bürger sollen entscheiden

Die Beseitigung des Bahnübergangs wäre neben Rahmenplantrasse oder Vieregg-Rößler-Variante grundsätzlich auch mit einer Untertunnelung der Altstadt möglich. Dafür setzt sich der pensionierte Bauingenieur Reinhard Gottschalk schon lange ein. Nun soll ein Bürgerentscheid über diese Frage Klarheit schaffen. Archiv-Bild: Tietz
Lokales
Nabburg
04.11.2015
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Der nächste Bürgerentscheid steht womöglich vor der Türe: Jetzt geht es um eine mögliche Untertunnelung der Altstadt, damit die Bahnübergänge aus dem Stadtbild verschwinden. Die nötige Unterschriftenliste wurde im Rathaus übergeben.

Auf Nachfrage von Stadtrat Bernd Hofmann gab Bürgermeister Armin Schärtl bei der Stadtratssitzung am Dienstag bekannt, dass Reinhard Gottschalk bereits am vergangenen Freitag im Rathaus Unterschriften überreicht habe mit dem Ziel, die Bürger über die Tunnellösung für die Beseitigung der Bahnübergänge entscheiden zu lassen. Wie Gottschalk im Anschluss auf NT-Nachfrage sagte, habe er 722 Signaturen gesammelt und übergeben. Damit hätte das Bürgerbegehren eine erste Hürde genommen. Erforderlich gewesen wären nämlich die Unterschriften von zehn Prozent der Wahlberechtigten. Das sind in Nabburg knapp über 500. In seiner Begründung macht Gottschalk deutlich, dass durch eine Untertunnelung gleich drei Bahnübergänge wegfallen würden. Durch die Rahmenplantrasse oder die Vieregg-Rößler-Variante würde nur ein Übergang aufgelassen.

Der pensionierte Bauingenieur, der sich schon lange für eine Untertunnelung der Altstadt ausspricht, bat außerdem, einen möglichen Bürgerentscheid zusammen mit dem Votum über das Handelszentrum am 10. Januar kommenden Jahres zu terminieren, um Kosten zu sparen.

Die Fragestellung auf dem Stimmzettel soll lauten: "Sind Sie für die Beseitigung der drei Bahnübergänge im Stadtgebiet Nabburg und damit für die Eisenbahn-Tunnellösung und gegen die Rahmenplantrasse und die Vieregg-Rößler-Variante?". Die Unterschriften werden nun in der Verwaltung auf ihre Gültigkeit geprüft. Anschließend kommt das Thema binnen eines Monats zur Entscheidung in den Stadtrat.
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