Über Staunen zum Dank

Das Landvolk schmückte einen Erntewagen, der zum Auftakt des Erntedankfestes von Pferden zur Pfarrkirche gezogen wurde. Bild: bph
Lokales
Nabburg
08.10.2014
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Mit großem Aufgebot feierte die Pfarrgemeinde St. Johannes das Erntedankfest. Das Staunen über die Wunder der Natur stand im Vordergrund. Kaum ein anderer Tag im Jahr rückt die Dankbarkeit Gott gegenüber so in den Mittelpunkt.

Die Feierlichkeiten begannen in der Kemnather Straße mit der Einholung des von einem Pferdegespann gezogenen Erntewagens. In mühevoller Kleinarbeit hatte das Landvolk für dessen farbenprächtigen Schmuck gesorgt. Unter den flotten Klängen der Jugendblaskapelle bewegte sich der Zug über die Schmiedgasse zum Unteren Markt. Zahlreiche Vereine und Gruppen mit ihren Fahnenabordnungen erwarteten Stadtpfarrer Hannes Lorenz und Kaplan Christian Blank mit einer großen Schar an Ministranten und das von Josef Brunner mit sicherer Hand geführte Erntegespann.

Zur Einstimmung auf die Feier sangen die Kleinen der Kindergärten St. Angelus und St. Marien ein Danklied. Stadtpfarrer Lorenz segnete Erntekrone und Erntegaben. Zusammen mit den beiden Gartenbauvereinen reihten sich die Kinder mit Obst- und Blumenkörbchen in den langen Festzug zur Stadtpfarrkirche ein.

Wunder des Alltags sehen

Vor dem Gotteshaus angekommen, trugen Mitglieder des Katholischen Landvolkes die Erntekrone zum Altar. Den feierlichen Dankgottesdienst zelebrierten die beiden Geistlichen vor einem gut gefüllten Kirchenschiff. Kirchenchor, Jugendblaskapelle und Kindergärten sorgten gemeinsam für die musikalische Begleitung.

"Wir sollten Gott für alle Gaben danken, die er uns schenkt, damit das Leben gelingen kann!" Diese Haltung, so Stadtpfarrer Lorenz in seiner Predigt, geht oft genug völlig unter, wenn die Menschen tagein tagaus vor den überfüllten Regalen der Supermärkte oder vollen Kühlschränken stehen. Dabei sollte Jeder vor den Wundern der Natur immer wieder staunen, denn nichts ist wirklich selbstverständlich: "Aus dem Staunen heraus erfolgt das Danken. Wer die kleinen Wunder des Alltags sieht, den führt die Dankbarkeit zu Gott - zum Glauben."

Nach dem Schlusslied "Großer Gott wir loben Dich" bot die Landjugend Minibrote zum Kauf an. Der Erlös daraus geht an den Solidaritätsfonds der MIJARC (Mouvement International de la Jeunesse Agricole et Rurale Catholique) und dient der Verbesserung der Lebensbedingungen und Erwerbsmöglichkeiten junger Menschen auf dem Land. Stadtpfarrer und Frauenbund luden die Kirchgänger zum gemeinsamen Suppenessen ins Jugendwerk ein, wo die Jugendblaskapelle noch zünftig zum Frühschoppen aufspielte.
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