Vergangenheit macht klüger

Nach der Eröffnung der Ausstellung "Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme" erörterte MdB Karl Holmeier (stehend) im Beisein von Stipendiatin Katalin Tiszta aus Ungarn und Landrat Thomas Ebeling (von rechts) aktuelle europapolitische Themen mit den Jugendlichen. Bild: ohr
Lokales
Nabburg
22.05.2015
0
0

"Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme": Diese Dauer-Ausstellung mit Streiflichtern aus der Geschichte Europas im 20. Jahrhundert eröffnete MdB Karl Holmeier am Gymnasium. Den Anlass boten runde Jahrestage.

Oberstudiendirektor Franz-Xaver Huber begrüßte im Pausengang die Gäste, darunter Stipendiatin Katalin Tiszta aus Ungarn in Begleitung von MdB Karl Holmeier- Das Ziel, so der Schulleiter vor der Klasse 10c und Vertretern der Lehrer, ist die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Diktatur in Europa. Das Material werde auch in den Lehrplan integriert. Die Politik schließe zwar die Verträge, aber Europa lebe vor Ort. Vier runde Jahrestage - die Ausstellung wurde bereits 2014 im Bundestag eröffnet - gaben den Anlass zu dieser Präsentation, erklärte MdB Holmeier: 100 Jahre seit dem Ausbruch des Ersten und 75 Jahre seit Beginn des Zweiten Weltkriegs, 25 Jahre friedliche Revolutionen in Ost- und Mitteleuropa und 10 Jahre seit der Osterweiterung der EU.

Die 26 Plakate mit 190 Fotos erzählen die wechselhafte Geschichte Europas als Kampf der politischen Ideologien im 20. Jahrhundert, fuhr der Parlamentarier fort. Die Bilder zeigen den Weg von der "Urkatastrophe" des Ersten Weltkrieges über den Aufstieg der totalitären Bewegungen im 20. Jahrhundert bis zur Etablierung neuer Demokratien. Mit der Beendigung des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1945 führte die Neuordnung nicht im ganzen Europa zu Freiheit. Demokratie stand Diktatur sowie Freiheit der Unterdrückung gegenüber. "Das Europa, wie es heute besteht, ist ein Produkt der vielen Krisen, Kriege und Diktaturen, die Europa im 20. Jahrhundert beherrschten", resümierte der Politiker.

Mit dem Fall des Eisernen Vorhanges konnten mittel- und osteuropäische Länder ihre Geschicke selbst bestimmen. Die in die EU eingebundenen Völker und Staaten haben Lehren aus der Geschichte gezogen, schlussfolgerte der Mandatsträger: Sie haben sich verpflichtet, Konflikte im Konsens zu lösen und gemeinsam zum Wohle der Staatengemeinschaft zu wirken. "Es ist keine Selbstverständlichkeit, in Frieden und Freiheit zu leben", gab Landrat Thomas Ebeling in seinem Grußwort zu bedenken.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.