Verteuerter Besuch im Mittelalter

Lokales
Nabburg
10.10.2015
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Die Besucher des Mittelalterlichen Marktes müssen ab 2016 mehr zahlen. Der Stadtrat beschloss eine Erhöhung der Eintrittspreise um 33,3 Prozent.

Das Thema war schnell abgehandelt. Der Organisationsausschuss hatte dem Stadtrat vorgeschlagen, ab dem nächsten Mal mehr Wegezoll zu kassieren. In Anlehnung ans Musik-Festival "Tonart" kostet der Eintritt in Zukunft sechs Euro im Vorverkauf für beide Tage, vier Euro für jeden einzelnen Tag. Dieser Beschluss kam einstimmig zustande. Kinder bis zu 14 Jahren bleiben frei. Seit 2008 hatten die Torwachen drei Euro pro Tag verlangt, im Vorverkauf kostete das Kombi-Ticket 4,50 Euro.

Ebenfalls einstimmig arbeitete der Stadtrat alle Stellungnahmen ab, die zur Aufstellung des Bebauungsplanes "Am Kastanienbaum" vorgetragen worden waren. Daraufhin folgte der Satzungsbeschluss, der die Festsetzungen des Plans rechtskräftig macht. Nach Angaben von Bürgermeister Armin Schärtl könne sich die Stadt nun zügig an die Vergabe der 15 Parzellen machen und dann auch den Grundstückspreis nennen. Von den zunächst 21 Bewerbern seien inzwischen zwei abgesprungen. Man werde soziale Kriterien anwenden und hoffe auf eine konfliktfreie Verteilung.

Das Stadtoberhaupt gab im Laufe der Sitzung bekannt, dass mittlerweile die Höhe der EU-Förderung für die Kleinregion "Nördliches Naabtal" feststeht. Der Zusammenschluss aus den fünf Kommunen Nabburg, Pfreimd, Wernberg-Köblitz, Schwarzenfeld und Trausnitz dürfe bis zum Jahr 2020 mit 5,5 bis 5,8 Millionen Euro rechnen. In naher Zukunft müsse die Bedarfsmeldung für die zu realisierenden Projekte eingereicht werden. Unter den Bürgermeistern habe man sich bereits verständigt, im ersten Jahr die Stadt Pfreimd mit einem Wohnungsbauvorhaben zum Zug kommen zu lassen, nachdem ihre Vorbereitungen hierfür bereits am weitesten gediehen seien.

In der Sitzung standen ferner einige Vergaben an. Zunächst ging es dabei um den Bau eines Sozialgebäudes für den städtischen Bauhof am Brünnlweg. Die Dachbauarbeiten (Zimmerer, Dachdecker, Spengler) gingen für 68 683 Euro an die Firma Süß aus Niedermurach. Bei dieser Gelegenheit bat Altbürgermeister Josef Fischer (ABU) bis zur nächsten Sitzung um Mitteilung, wann der Stadtrat den Baubeschluss für dieses Gebäude gefasst hat.

Auf den Weg brachte der Stadtrat zwei Instandsetzungsmaßnahmen. Auf einer Strecke von 500 Metern verstärkt die Firma Schulz aus Pfreimd den Asphalt auf der Verbindung zwischen Kreisstraße SAD 37 und Girnitz. Sie bekommt dafür 43 252 Euro. Die Firma Huber aus Rötz erledigt ein ähnliches Vorhaben auf der Ortsstraße in Wölsenberg und einem Teil der Verbindung nach Wölsendorf. Sie erhielt den Zuschlag für 36 828 Euro.

Für die Abwasseranlage im Ortsteil Windpaißing galt es, die Aufträge für die Maschinen- und Elektrotechnik für ein Pumpwerk und die Kläranlage zu vergeben. Zum Zug kam die Firma "Scharr Tec" aus Neukirchen bei Bogen für 83 024 Euro.
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