Viel Applaus für "G.A. Rieppelli & die Sölln"
Lokale Rockstars

Für Ferdinand Rieppel (auf der Bühne Dritter von links) war der Auftritt im "Theatro" ein Heimspiel. Das Nabburger Publikum sparte nicht mit Beifall für "G.A. Rieppelli & die Sölln". Bild: Amann
Lokales
Nabburg
09.11.2014
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Sie singen von Neid, Hass und Beziehungsproblemen und benutzen dazu die Sprache, die sie einfach doch am besten beherrschen: Auf gut Bayerisch bringen "G.A. Rieppelli & die Sölln" zum Ausdruck, was ihnen am Herzen liegt.

Die Vier aus dem Raum Nabburg/Schwandorf machen dazu Musik, die Jeder im Publikum kennt. Kein Wunder, denn sie stammt zumeist von Größen wie Eric Clapton oder Bob Dylan. Bänkelrock nennen sie ihre daraus resultierende Kreation.

Ferdinand Rieppel (Gitarre, Gesang), Martin Niedermeier (Gitarre, Gesang), Wolfgang Bauer (Bass) und Mike Helgath (Schlagzeug) behandeln in ihrem Projekt "Ganz affe" alle Witterungserscheinungen der Liebe: Sonnenschein, Quellwolken, Eintrübung, kohlschwarze Finsternis und Gewitter. Vielsagend fallen dazu schon die Titel der Nummern aus: Um "Mei Oide im Playboy drin" geht es genauso wie um "Gschlamperte Weiba", die "neie Liebe", "S'Gschroa" oder "Luder".

Bei ihrem Auftritt im "Theatro" gibt es aber auch noch andere Themen als Hoffnung, Frust und Ärger zwischen Mann und Frau. Zum Beispiel ein kommunales Problem: Mit dem Bahnübergang-Song kann sich nicht nur jeder Nabburger gut identifizieren. Auch die Pfreimder fühlen sich da durchaus tangiert, wie ein Zwischenrufer wissen lässt.

Die musikalische Reise geht aber auch hinaus in die Welt. In Abwandlung von Pinks "Mister President" kommt auch der "Herr Ministerpräsident" an die Reihe. Der polyglotte Teil des Abends führt die Oberpfälzer zum kubanischen Buena Vista Social Club. Der Refrain zur weltbekannten Melodie lautet da eben "I kumm heit einfach niat vom Kanapee in d'Höih, i bleib heit liegn, es mou ah ohne mi wos göih". Frei nach Clapton ist es anschließend "Schod fian Sheriff".

Bei "Rockstar" a la Nickelback schließt sich der Kreis. Ferdy Rieppel macht kein Hehl daraus, dass er sich gern auf den Titelseiten sehen würde. Auf dem besten Weg zum Rockstar scheint er sich eh schon zu befinden: Er füllt Locations, muss am Ende der Setliste mit seinen Bandmitgliedern frenetisch geforderte Zugaben spielen - und, wie auch an diesem Abend, sogar Autogramme schreiben.
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