Vollgas auf der Datenautobahn

Lokales
Nabburg
14.07.2015
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Auf dem Weg zum DSL-Ausbau nahm die Stadt den nächsten Schritt. In einem guten Jahr könnten die Ortsteile an das schnelle Netz angeschlossen sein. Dann wären Geschwindigkeiten von 30 bis 50 Mbit in der Sekunde möglich - und nahezu das komplette Stadtgebiet versorgt.

Zwei Angebote zum Ausbau mit dem schnellen Internet lagen im Rathaus - und den Stadträten zur Entscheidung vor. Die Telekom würde den Anschluss der kleinen Ortsteile für rund 1,71 Millionen Euro übernehmen. Die Offerte der Firma "Amplus" belief sich auf rund 1,25 Millionen Euro. "Damit wären 99,9 Prozent Nabburgs mit 30 bis 50 Mbit in der Sekunde erschlossen", legte Roland Gerlach, Breitbandbeauftragter der Stadt, den Räten dar. Diendorf, Neusath und Perschen sind von der Maßnahme nicht betroffen: Diese Stadtteile werden bis 2017 mit VDSL erschlossen. Von den 1,25 Millionen Euro hätte die Stadt laut Gerlach 366 806 Euro aus der eigenen Tasche zu zahlen. Auf die Grundstücksbesitzer kommen keinerlei Kosten zu: "Das Angebot sieht Glasfaseranschlüsse bis ins Haus vor", erläuterte der Breitbandbeauftragte. Insgesamt müssten dazu bis zum dritten oder vierten Quartal 2016 - wenn die Erschließung abgeschlossen sein soll - etwa 35 Kilometer Kabel verlegt werden.

Angesichts der Entwicklung bei den Geschwindigkeiten im Internet fragte Bürgermeister Armin Schärtl Siegfried Schollerer von der Firma "BreitbandNetwork" (BBN), ob ein derartiger Ausbau in den kommenden Jahren abermals anstünde. Schollerer beruhigte: In den Ortsteilen müsste man sich über lange Zeit keine Gedanken mehr über Internet-Geschwindigkeiten machen. "Wenn man Glasfaser hat, ist man auf der sicheren Seite". Der Stadtrat beschloss einstimmig den Ausbau der Ortsteile und ermächtigte den Bürgermeister, einen vorläufigen Kooperationsvertrag mit "Amplus" abzuschließen.
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