Vom Auto aus an Geld kommen

Halteverbot gerichtsmassig (ihl) Wegen der verkehrsbehindernden Parkmoral in der Badgasse hat der Bauausschuss vor einiger für einen Teilbereich ein absolutes Halteverbot erlassen. Ein Anlieger ist damit überhaupt nicht einverstanden und klagt. Kürzlich hat das Verwaltungsgericht Regensburg einen Ortstermin anberaumt, um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen, informierte Bürgermeister Armin Schärtl am Donnerstagabend den Bauausschuss. Eine Verhandlung dazu soll dann im Februar in Regensburg s
Lokales
Nabburg
13.12.2014
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Ähnlich wie bei einer Fast-Food-Kette Kunden nicht aussteigen müssen, um an ihr Essen zu kommen, können Nabburger auch im Auto sitzen bleiben, wenn sie Bares brauchen. In der Venedig ist das bald möglich.

Der Bauausschuss gab am Donnerstagabend im Rathaus grünes Licht für einen "Cash-Point", den die Sparkasse an der Oberviechtacher Straße aufstellen will. Der Automat in der ehemaligen Sparkassenfiliale soll, informierte Bürgermeister Armin Schärtl, abgebaut und durch einen "Cash-Point" ersetzt werden. Ein Stellplatz entlang des Gehsteigs an der Oberviechtacher Straße fällt dort deshalb weg. Streng genommen ist es ein "Cash-In", den die Sparkasse dort plant. Autofahrer können diesen Automaten so ansteuern, dass sie ihn vom Fahrzeug aus bedienen, also Geld abheben, können.

Der Sparkasse zufolge wird dieser Service gut genutzt. Vor allem Frauen würden bei Dunkelheit diese Gelegenheit schätzen. Gut bedienbar seien diese frei stehenden Geldautomaten auch für Rollstuhlfahrer. Bisher gibt es auf dem TWF-Gelände in Schwandorf und in Burglengenfeld "Cash-Ins". Ausschussmitglied Stefan Leitner hat beobachtet, dass der Automat in Burglengenfeld gut angenommen werde. Die Sparkasse will das Projekt zeitnah umsetzen und kann das aus Sicht des Bauausschusses sofort tun. In Nabburg steht dann der dritte "Cash-In" im Landkreis. Lediglich eine Empfehlung an den Stadtrat gab das Gremium zur Beleuchtung am Bergelshofer Steig. Es sprach sich einstimmig dafür aus, die 14 Leuchten auf Strom sparendes LED umzurüsten. Die Investition hat sich nach den Worten von Johannes Schießl vom Bauamt in 5,9 Jahren amortisiert.

LED-Umrüstung

Schießl stellte auch die Alternativen vor. Die 14 Leuchten einfach wieder anzuschalten, würde 1602 Euro im Jahr kosten, wobei die Stromkosten mit 1211 Euro zu Buche schlagen. Nur jede zweite Leuchte in Betrieb zu nehmen, verfehle den Effekt, weil die Straßenlampen zu weit auseinander stünden. Einzige Alternative zur Umrüstung wäre ein Komplettabbau der Leuchten, denn auch uneingeschaltet kosten sie Geld - 390 Euro im Jahr. Schärtl zufolge hätten Bürger eine Ausleuchtung angemahnt. Die Ausschussmitglieder hatten die Wahl zwischen Umrüstung und Abbau. Sie sprachen sich ausnahmslos mit Blick auf eine spätere Ausweitung des Wohngebietes und die Nähe zum Friedhof für die Umrüstung aus. Das letzte Wort dazu spricht allerdings der Stadtrat.

Keine Einwände gab es bei den Bauanträgen, etwa zum Umbau und der Erweiterung im Anwesen VdK-Straße 15. Der neue Eigentümer baut dort fünf Wohnungen. Einen Carport in Nabburg und Perschen dürfen gebaut werden, ebenso kann in Diendorf eine Stall abgerissen werden. An Ort und stelle wird ein Garagengebäude mit Carport hochgezogen.

Schwer tat sich das Gremium aber mit einer Geländeauffüllung unterhalb des Schlossparks in Neusath. Zum einen wurden zumindest zum Teil bereits Fakten geschaffen, weil Humus dort schon verteilt wurde, zum anderen will der Bauausschuss wissen, ob das Material unbedenklich ist. Es versagte zunächst das gemeindliche Einvernehmen bis die untere Naturschutzbehörde am Landratsamt grünes Licht gibt. Die Eigentümerin lässt auf einen 17 400 Quadratmeter großen Acker gleichmäßig zehn Zentimeter Humus auftragen. Das Material stammt aus der Erweiterung des Betriebs Finze in Pfreimd und wurde bisher zwischen gelagert. Evi Thanheiser zeigte sich skeptisch: "Wir wissen nicht, ob das Material Rückstände aufweise oder irgendwie belastet ist." Die anderen Ausschussmitglieder sahen das genauso und wollen Gewissheit.
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