Vom Bauausschuss befürwortet - Biotopverbund mit Vorrang vor Bauwünschen
Container weichen Lagerhalle

Lokales
Nabburg
28.01.2015
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Der Bauausschuss war sich bei seiner Sitzung im Rathaus bei den Bauanträgen und -voranfragen stets einig, aber nicht alles stieß auf Zustimmung.

Die Firma "Reifen Köppl" will eine Lagerhalle an die bestehende Werkhalle zur Staatsstraße hin anbauen. Johannes Schießl vom Bauamt wies auf die Überschreitung der Baugrenze hin. "Die Teerkante ist noch fünf Meter entfernt. Die Baugrenzen werden aufgeweicht." Ein Präzedenzfall werde geschaffen. "Allerdings", wandten Stefan Leitner und Kurt Koppmann ein, "die jetzt dort in Containern gelagerten Altreifen sind auch nicht schön." Das Gremium sagte ja, verbunden mit dem Hinweis, die Lagerhalle ortsbildverträglich zu gestalten und sich mit dem Freistaat Bayern wegen der Nähe zur Staatsstraße abzusprechen.

Der Bauausschuss stimmte ebenso einer Bauvoranfrage in Lissenthan zu. Die beiden jungen Leute dürfen ihr Einfamilienhaus mit Doppelgarage dort hoch ziehen. Mit der Zustimmung des Bauausschusses wird die letzte Baulücke an der Dr.-Simbeck-Straße geschlossen. Problematisch könnte für die Bewohner eines Zweifamilienhauses mit Einliegerwohnung lediglich der Lärm von der Kreisstraße werden. Ob Schallschutz notwendig sei, prüfe das Landratsamt, hieß es in der Sitzung.

Die Freiflächenüberdachung an der Neunburger Straße 64 a darf vergrößert werden. Dort stehen bereits Autos in zwei Reihen. "Jetzt kommen noch einmal zwei Reihen dazu", sagte Bürgermeister Armin Schärtl.

Zu einem Nein rangen sich die Räte bei einer Bauvoranfrage am Diendorfer Weg durch. Zuviel sprach dagegen: der Flächennutzungsplan, die Hochwassersituation und die fehlende Erschließung. Drei Einfamilienhäuser, so die Bauvoranfrage, sollten auf einem Grundstück gebaut werden, das nahezu vollständig im Biotopverbund Schutzraum "Talräume" liegt. Hier gibt es besondere Vorschriften. "Nach unserer bisherigen Marschroute müssen wir das ablehnen," empfahl Schärtl. "Das Landratsamt wird das sicher nicht genehmigen", prophezeite Schießl. Eine Wiese in Neusath darf nicht in Bauplätze umgewandelt werden, entschied das Gremium.
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