Von oben nach unten sanieren

Das neue Sanierungsgebiet "Unterstadt" befindet sich innerhalb der gelben Markierung. Es schließt sich im Norden an die Altstadt an und beinhaltet vor allem das nähere Umfeld der Georgenstraße und der Regensburger Straße bis zur Abzweigung der Bahnhofstraße. Lageplan: Stadt Nabburg
Lokales
Nabburg
14.10.2014
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Nabburg verlagert seinen Sanierungsschwerpunkt von der oberen in die untere Stadt. Die genaue Abgrenzung des neuen Betätigungsfeldes beschloss der Stadtrat.

Die förmliche Festlegung des sieben Hektar großen, neuen Sanierungsgebietes "Unterstadt" stand auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung. Vor dem Erlass einer Satzung hatte der Stadtrat zusammen mit Christian Wirth von der Verwaltung eine ganze Reihe von Stellungnahmen abzuarbeiten, die bei den Trägern öffentlicher Belange einzuholen war. Es stellte sich jedoch rasch heraus, dass es keine unüberwindbaren Hindernisse gibt. Das Sanierungsgebiet orientiert sich am Verlauf der Georgenstraße und der Regensburger Straße bis zur Abzweigung der Bahnhofstraße.

In der gleichen Sitzung hatte sich der Stadtrat mit der Gestaltungssatzung für die Sanierung der Oberstadt zu befassen. Nachdem sie mittlerweile fast 25 Jahre in Kraft ist, stand eine Novellierung an, um eine Basis für neue Fördersätze zu legen, Erfahrungen einzuarbeiten und eine rechtliche Anpassung vorzunehmen. Dafür hatte das Rathaus ein Angebot des Städteplaners Hartmut Schließer (München) eingeholt. Er verlangt 13 244 Euro, wozu die Stadt 60 Prozent Zuschuss über die Städtebauförderung erhält.

In einer kurzen Diskussion zweifelte Stadtrat Dr. Helmut Ertl (ÜPW) den Bedarf an der Überarbeitung an. "Wir hoffen auch auf einen neuen Schub bei privaten Sanierungen", versuchte Bürgermeister Armin Schärtl (SPD) die Notwendigkeit zu untermauern. CSU-Sprecher Hans-Georg Dobler trat dafür ein, sich nicht von vorne herein auf den Architekten Schließer zu versteifen. Es sei an der Zeit, einen Generationswechsel in der Stadtplanung einzuleiten. "Wir haben gute Erfahrungen mit ihm gemacht", sprach sich hingegen Altbürgermeister Josef Fischer (ABU) dafür aus, an Schließer festzuhalten. "Wir haben im Moment keinen Besseren", sah auch Stadtoberhaupt Schärtl keinen Grund, "die Pferde zu wechseln". Der Auftrag ging letztlich doch an Schließer.
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