Wachsame Augen am Beckenrand

Lokales
Nabburg
15.01.2015
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Die 541 Mitglieder der Wasserwachts-Ortsgruppe investierten im vergangenen Jahr fast 12 500 Stunden in die Ausbildung. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Jugendarbeit. Das machte sich auch durch zahlreiche sportliche Erfolge bezahlt.

Bei der Jahreshauptversammlung betonte Vorsitzender Oliver Boetcher, dass die Mitglieder natürlich auch fit für den Einsatzfall sein müssten: 1500 Ausbildungsstunden wurden dafür aufgewandt. Die sieben aktiven Taucher der Ortsgruppe absolvierten 72 Tauchgänge und waren dabei etwa 37 Stunden unter Wasser.

Die Einsatzgruppe wurde im vergangenen Jahr um sechs weitere Motorbootführer verstärkt, die für die Ausbildung 300 Stunden leisteten. Der Einsatzgruppe gehören rund 25 Aktive an, die an 365 Tagen im Jahr bereit stehen. Die Wasserwacht wurde im vergangenen Jahr zu sieben Einsätzen gerufen. Nur zehn Minuten vergehen, bis die Mannschaft - bestehend aus Motorbootführern, Rettungstauchern und Wasserrettern - im Einsatzfall zur Abfahrt bereit ist. Jeden Freitag werden aktuell etwa 110 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 15 Jahren in vier Kindergruppen betreut. Jugendleiterin Carolin Jauernig berichtete vom erfolgreichen Jugendtraining und den zahlreichen Aktivitäten, die man den Kindern und Jugendlichen über das Jahr verteilt ermögliche. Um aber dies alles erfolgreich auf die Beine zu stellen, seien geschulte Ausbilder und Trainer notwendig. 1567 Stunden wurden in Fachausbildungen wie zum Beispiel Rettungsschwimmen investiert.

Erfolgreiche Jugend

Der Lohn dafür seien die sportlichen Erfolge bei den Wettkämpfen. Jährlich nehmen mehrere Mannschaften an den Wettbewerben der Kreiswasserwacht teil. Der Nabburger Verein zählte auch 2014 mit zu den erfolgreichsten Mannschaften. Drei der vier teilnehmenden Teams waren auf Bezirksebene am Start, und zwei Mannschaften stellten ihr Wissen und Können auf Landesebene unter Beweis.

Neben den Schwimmkursen organisierte die Wasserwacht auch einen Kraulschwimmkurs, der äußerst positiven Anklang fand und in den folgenden Wochen mit einem Aufbaukurs weitergeführt wird. Daneben bot die Ortsgruppe auch einen Aqua-Fitness-Kurs an. Ein weiterer Kurs beginnt ab Mitte Januar. Interessierte können sich im Hallenbad erkundigen und auch anmelden.

Viel Eigenleistung

Vorsitzender Oliver Boetcher merkte im Anschluss an, dass man trotz der positiven Kassenbilanz nicht vergessen dürfte, dass nicht jeder Hilfsorganisation soviel Eigenleistung abverlangt werde wie der Wasserwacht. Es sei jedes Jahr eine große Herausforderung, die Kosten für Gas, Wasser, Strom oder auch die Versicherungen der Fahrzeuge selbst zu tragen. Größere Anschaffungen müssten mehrfach überdacht werden und wären nicht immer einfach zu bewerkstelligen. 2015 müsse man sich intensiv um die Beschaffung eines Ersatzfahrzeuges für den alten Mannschaftstransporter bemühen.

"In Nabburg merkt und sieht man, wie eine Wasserwacht funktioniert. Nur wenige andere Ortsgruppen schaffen es, eine so große Anzahl an Kindern und Erwachsenen für das Ehrenamt zu motivieren", lobte der Vorsitzende der Kreiswasserwacht, Max Fröhler. Alfred Braun, Direktor des Kreisverbandes, schloss sich an. Er bewunderte das große Engagement der Trainer und Betreuer, die den Kindern und Jugendlichen ein abwechslungsreiches Vereinsleben bieten. Beeindruckt von den Zahlen und Berichten zeigte sich auch Bürgermeister Armin Schärtl: Die Wasserwacht sei aus dem Stadt- und Vereinsleben nicht mehr wegzudenken. Reinhard Hösl, stellvertretender Vorsitzender des Bezirksverbandes, lobte die aktive Vereinstätigkeit - insbesondere die Jugendarbeit der Ortsgruppe. Die Schwimmkurse der Wasserwacht seien auch in Zukunft dringend notwendig, denn nur so könne man versuchen, die Zahl der jährlichen Ertrinkungstoten zu schmälern.
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