Was man vom Wasser wissen muss

Durch das Pumpen und das Tragen von schweren Wassereimern erlebten die Drittklässler, warum man früher mit dem kostbaren Nass sparsamer umgegangen ist als heute. Regierungspräsident Axel Bartelt, Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher und Naturpädagogin Susanne Mic (von rechts) sahen interessiert zu. Bild: Dobler
Lokales
Nabburg
21.04.2015
2
0

Was vor Jahren mit einem einzigen Tag begann, hat sich mittlerweile zu einer Aktionswoche für 2500 teilnehmende Schüler entwickelt. Wie immer geht es um das "Lebensmittel Nummer eins".

Noch bis zum nächsten Montag findet im Oberpfälzer Freilandmuseum die 16. "Weltwasserwoche" statt. Organisiert und betreut wird sie von den Wasserwirtschaftsämtern Weiden und Regensburg, die zusammen mit dem Landratsamt Schwandorf und dem Freilandmuseum, sowie zahlreichen Oberpfälzer Umweltstationen, Behörden, Umweltverbänden und engagierten Privatpersonen ein Programm für Schulklassen anbieten. Dabei dreht sich alles um das Thema Wasser.

Wasser wird knapp

"Früher hat man sich kaum Gedanken über die Güter des täglichen Lebens gemacht", blendete Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher in seinen einführenden Worten in seine eigene Jugend zurück. Noch immer sei Wasser am meisten unterschätzt. "Dessen Schutz gilt unsere ganze Sorge", versicherte er vor den Gästen und den zuhörenden Grundschülern. "Kostbares Wasser wird knapp", warnte Regierungspräsident Axel Bartelt bei seiner Ansprache. Es tränkt den Boden, es ist Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen und muss geschützt werden und darf nicht verschmutzt werden. Sein besonderes Lob galt Reinhold Melzer und Günter Schobert, die die Veranstaltung vor langer Zeit ins Leben gerufen hätten. Schulklassen aus der gesamten Oberpfalz lernen in dieser Woche in verschiedenen Parcours Themen aus der Gewässerbiologie und der Ökologie kennen. So können die jungen Teilnehmer beispielsweise Bodenprofile und Wasserproben untersuchen oder mit einer Zille fahren.

Wie wichtig

Den Umgang mit Wasser in früherer Zeit zeigt die Umweltstation Kloster Ensdorf auf. Das ist auch das Thema des Oberpfälzer Freilandmuseums beim Hüthaus. Hier werden die Kinder informiert, mit wie wenig Wasser Menschen früher ausgekommen sind. Durch das Pumpen und das Tragen von schweren Wassereimern erleben sie, warum man in alten Zeiten mit dem kostbaren Nass sparsamer umgegangen ist als heute. Viele Umweltstationen zeigen, dass Wasser für das Leben von Menschen wichtig ist.

Ein Aquarium des Fischwirtschaftsmeisters Hans Schießl zeigt die heimische Fischwelt, der LBV beschäftigt sich mit der Gewässergüte und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erklärt, dass Wald und Feldböden wichtige Wasserspeicher sind. Das bayerische Landesamt für Umwelt informiert, dass Wasser nicht im Überfluss vorhanden ist und dass jeder sorgsam damit umgehen muss.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.