Wie früher auf dem Kirwa-Markt

Vom edlen Tuch bis zur derben Haushaltsware reichte das Sortiment auf den früheren Kirwamärkten. Im Freilandmuseum fühlte man sich in diese Zeiten zurückversetzt Bild: ral
Lokales
Nabburg
20.10.2014
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Über einen Besucherrekord durfte sich das Freilandmuseum Neusath-Perschen an der Allerweltskirchweih freuen. Zahlreiche Kirchweihstände und das Abfischen lockten über 3500 Gäste an. Das schöne Herbstwetter tat das seinige dazu.

Bereits zur Mittagszeit waren alle Parkplätze vor dem Museum belegt. Die Besucher kamen aus dem gesamten nordbayerischen Raum. In der Eingangshalle gab es im Tagungsraum eine Obstausstellung und eine Sortenbestimmung. Das Kreisgartenamt informierte über Streuobstwiesen.

Drechseln, Kerzen rollen

Die Besucher mussten gar nicht weit gehen, dann waren sie schon beim Kirchweihmarkt im Stiftlanddorf. Im Denkenbauernhof durften die Kinder mit Erich Spreng drechseln. Bei Irene Biller konnte man sich im Rollen von Kerzen versuchen und Anita Köstler filzte kleine Blüten. Der Gartenbauverein Neusath war mit herbstlichen Deko-Ideen für die eigenen vier Wände vertreten. Hutmacherin Michaela Strobl bot hübsche Kopfbedeckungen an. Bei Andrea und Christa Forster gab es Kindermützen, Nackenhörnchen und Dinkelkissen. Im Hirtenhaus konnten sich die Besucher darüber informieren, wie Lebensmittel durch Dörren, Einkochen oder Einwecken konserviert werden. Im "Köstlerwenzel" waren viele Stände aufgebaut: Dort gab es all das, was früher auf Kirchweihmärkten feilgeboten worden war - ob feine Tücher, derbe Steinguttöpfe oder Utensilien für die Küche.

Die Kinder durften herbstliche Dekorationen basteln und im Matzhof konnten der Besucher einfach Platz nehmen und bei Kaffee und Kuchen eine Rast einlegen. Der Kirchweihmarkt setzte sich im Naabtaldorf fort. Vom Vogelhaus bis hin zum Kräutersalz reichte die Palette.

Hinein in den Schlamm

Der Markt alleine hätte schon genügend zu bieten gehabt. Doch es gab noch eine Attraktion: Die Weiher wurden abgelassen. Die Kinder durften beim Abfischen und Sortieren der Fische mithelfen. Eine kleine Schlammschlacht machte den Erlebnistag noch so richtig rund. Wer nicht in den Weiher steigen wollte - oder durfte - konnte die Fische im Rundstrombecken begutachten. Im Fischhäusl gab es eine Ausstellung über die richtige Gerätschaft zum Abfischen und in der Rauberweihermühle wurden die Fische verkauft. Begleitet wurde das Ganze mit der Dauerausstellung "Unsere Teiche, unsere Karpfen".
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