"Wilde 19" ist durch

18 Männer und eine Frau haben seit Freitag die Landwirtschaftsschule hinter sich. Unser Bild zeigt sie mit Lehrern und Ehrengästen bei der Abschlussfeier. Bild: Götz
Lokales
Nabburg
20.03.2015
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Die 18 Landwirte und eine Landwirtin, die am Freitag in Nabburg ihre Abschlusszeugnisse erhielten, nennen sich "Die wilde 19". Ob sie es wild getrieben haben, bleibt ihr Geheimnis und das der Lehrer. Fest steht jedenfalls: Sie haben geackert.

Das Ergebnis dieses schulischen Ackerns hielten die 19 Landwirte aus den Landkreisen Schwandorf, Cham, Regensburg, Neumarkt und Amberg-Sulzbach am Freitagmittag als Abschlusszeugnis schwarz auf weiß in Händen. Der Leitende Landwirtschaftsdirektor Reinhold Witt blieb ebenfalls im Bild und sagte: "Nach eineinhalb Jahren Wachsen und Gedeihen können wir heute gemeinsam die Früchte des Bildungackers ernten."

Den Boden bereitet

Die "Pflanzen" der Landwirtschaftsschule trügen alle Früchte, meinte Witt mit Blick auf die Absolventen. Wie in der Natur hätten die Lehrer den jungen Leuten den Boden bereitet. Sie hätten gedüngt, die Pflanzen beschützt, für Licht, Wasser und Luft gesorgt, damit das Wissen wachse. "Was wir auch immer bemerkten ist", ließ Wittmann die Zuhörer wissen, "dass Bildung einfach Zeit braucht - wie das Wachsen in der Natur." Menschen seien wie Böden, unterschiedlich, vielschichtig, tiefgründig manche schwer, manche leicht zu bearbeiten. "Wenn man das Wissen nicht pflegt, dafür sorgt, dass es immer wieder bearbeitet und fruchtbar gehalten wird, ist es mit der Nachhaltigkeit schwierig. "Behalten Sie Ihren Boden, Ihre Wurzeln und Ihren Grund im Blick", gab Witt den jungen Leuten mit auf den Weg.

Landtagsabgeordneter Alexander Flierl riet, sich die Freude am Beruf nicht nehmen zu lassen. "Sie haben das Rüstzeug für die Führung eines landwirtschaftlichen Betriebes erhalten." Der stellvertretende Landrat Jakob Scharf spürte als ehemaliger Lehrer: "Das Schulklima passt." Für Nabburgs Bürgermeister Armin Schärtl wurde an der Landwirtschaftsschule ein solides Fundament für weitere Hürden gelegt.

Johann Wilhelm, Kreisobmann des Bauernverbandes (BBV), gratulierte nicht nur mit den Worten - "Sie haben es geschafft" -, sondern skizzierte gleichzeitig die Anforderungen von morgen. Dazu zählte er fachliche und soziale Kompetenz oder kritische Fragen der Verbraucher. Im Geschenk des BBV sei ein Taschenrechner enthalten, "damit Sie als Landwirt genau rechnen können". Für die Schüler, die sich als "Die wilde 19" sehen, sagte Peter Hetzenecker. "Wir sind durch." Er sprach von einer "bunt gemischten Truppe", aus Biobauern, Energiewirten, Bullenbauern und Milchviehhaltern. Die Absolventen bedankten sich mit Rotwein und Rosen für die Frauen bei Lehrern und Helfern. Mit "The Rose" gab es eine musikalische Rose von Andrea Künzel und Alexander Arnold. Das Duo gestaltete die Abschlussfeier mit.
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