Zünftige Musik im Museum

In gewohnter Manier stellten die Geschwister Winterer in Begleitung von Robert Merkl aus Schwarzenfeld mit ihren Auftritten ihre ausgezeichnete Musikalität unter Beweis. Bild: ohr
Lokales
Nabburg
25.08.2015
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"Jessas, is' in Perschn schöi!" hieß es im Edelmannshof. Oberpfälzer Volksmusikanten spielten zünftig auf, und das Publikum sang bei den Wirtshausliedern im voll besetzten Stodl kräftig mit. Aber die zahlreichen Besucher im Innenhof konnten das Geschehen auf der Bühne nicht immer mitverfolgen.

Dr. Adolf Eichenseer moderierte die Veranstaltung, freute sich über das starke Echo zum 23. Musikantenstammtisch und wünschte einen geselligen Abend. Der jüngste Gast war gerade sechs Monate alt, und der älteste zählte 91 Lenze.

Mit "Lustig ist das Rentnerleben, faria, faria ho", setzte der ehemalige Bezirksheimatpfleger der Oberpfalz in Akkordeonbegleitung einen stimmungsvollen Auftakt. Mehrere Strophen - die Sammlung "Wirtshauslieder aus Bayern" konnte als Tischvorlage verwendet werden - erklangen aus voller Kehle.

Ausgezeichnete Musiker

In gewohnter Manier stellten die "Geschwister Winterer" aus Schwarzenfeld mit ihren Beiträgen - unter anderem "Grüaßt eich God, ihr liabn Leit" und ihrem Loblied aufs Bayerische Bier - ihre ausgezeichnete Musikalität unter Beweis. Die "Blechern Sait'n" aus Schnaittenbach mit Ehepaar Ingrid (Zither) und Franz (Tuba) Gericke sowie mit Josef Donhauser (Gitarre) setzten den Reigen mit hintersinnigen Darbietungen wie "Nix amore", "High Society" und "War a weg dieser Speck" fort.

Eine heikle Geschichte bot Gitarrist Josef Kämpf aus Eschenbach mit dem Couplet "Uhr aufziagn" überzeugend dar. Das Märchen "Die große Rübe" von Franz Xaver von Schönwerth erzählte Erika Eichenseer - und die Zuhörer gingen bis zum überraschenden Schluss angespannt mit. Die Nabburger Musikanten unter der Leitung von Sepp Weber spielten frisch beschwingte Stücke. Zu späterer Stunde drängten sich zu ihren Polkas, Baierischen und Walzern die Paare auf der Tanzfläche im Freien.

Humorvolle Moderation

Humorvoll und pointiert begleitete der 81-jährige Moderator die Veranstaltung und strapazierte mit treffenden Trinksprüchen die Lachmuskeln des Publikums. Die Teilnehmer sangen die Wirtshauslieder kräftig mit und brachten so zum Ausdruck: "In Perschn is schöi". Die Akteure präsentierten ihre Auftritte mit Können und Charme und ernteten stets starken Applaus. Die Veranstalter sollten aber eventuell bedenken, auch die Besucher im Freien ins Geschehen näher miteinzubeziehen.
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