Zutat für das Leben

Domkapitular Prälat Dr. Franz Frühmorgen (vorne in der Mitte) kam zur Firmung nach Nabburg. Bild: bph
Lokales
Nabburg
19.10.2015
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"Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist": Mit diesen Worten spendete Domkapitular Prälat Dr. Franz Frühmorgen 43 Jugendlichen im Beisein ihrer Paten das Sakrament der "Be-Geisterung". Zuvor erneuerten die Mädchen und Buben bei der Firmung das Taufbekenntnis.

Eine Stärkung und Beseelung durch den Heiligen Geist erfuhren am Samstag in der Pfarrgemeinde Sankt Johannes 43 Firmbewerber. Nach dem Taufbundlied im vollen Kirchenschiff erbat der Vertreter des Diözesanbischofs Rudolf Voderholzer, Franz Frühmorgen, die Herabsendung des Heiligen Geistes auf die jungen Christen, die in der Taufe wiedergeboren sind zum ewigen Leben.

In der Predigt bezeichnete Dr. Frühmorgen den Heiligen Geist als "Gottes Zutat für unser Leben". An die Firmlinge gewandt sagte er, dass Jesus heute seinen Geist als unsichtbaren Begleiter und Rückendeckung für das Leben gebe. "Er ist das, was er zu dem vielen, was du an Begabungen und Talenten ins Leben mitbringst, noch zusätzlich hinzu gibt: damit sich die großen und kleinen Herausforderungen im Leben lösen und bewältigen lassen".

Der Prediger gab zu, dass es schwierig sei mit dem Heiligen Geist: "Er ist nichts Sichtbares, Greifbares, nichts, was wir festhalten oder besitzen können." Er sei ganz anders so wie Liebe, Glück, Freude. Dieses könne man auch nicht greifen. Und trotzdem würde keiner sagen: Das gibt es nicht! Ganz einfach, weil man es an der Wirkung erkenne, die es im Menschen entfalte.

Auf Treu und Glauben

Den Beistand, den Jesus verheißen hat, erkenne man an drei Dingen: "Du bist wertvoll." Dies werde leicht vergessen. Das Zweite: "Leb dein Leben nicht nur für dich." Egoisten richteten die Welt zugrunde, Menschen, die aus dem Geist Jesu leben, würden sie aufbauen. Und ein Drittes wolle der Geist nahelegen. "Mach dein Herz fest in Gott." Beten sei nicht leicht, so der Prälat.

Aber wenn man es aufgebe, verliere man Gott. Seine Bitte: "Bleibt dran am Gebet und am Gottesdienst und Leben der Pfarrgemeinde. Nur in Gemeinschaft bleibt man Christ."

Zur Spendung des Sakraments kamen die Jugendlichen mit ihren Paten vor den Altar. Nach dem Namensaufruf der Firmlinge durch den Prälaten folgte die Besiegelung mit dem heiligen Chrisam, dem Salböl des Propheten bei der Königsweihe: Firmung ist nach der Taufe die erneute Besiegelung und Salbung mit Heiligem Geist; die Firmung bekräftigt und beglaubigt, was in der Taufe bei jedem Christen begonnen hat.

Bei der Firmung stellt sich der Gläubige damit Christus selbst in seiner Kirche zur Verfügung, und der Vertreter des Bischofs legt dazu seine Hand auf das Haupt jedes Firmlings. Firmung besiegelt Gottes Freundschaftsbund auf Treu und Glauben.

Während der Zeremonie hatten die Paten den Firmlingen die Hand auf die Schulter gelegt. Prälat Dr. Frühmorgen war zuvor in der Predigt noch darauf eingegangen, dass es gut sei, Menschen an seiner Seite zu haben. "Und geh mit dem Begleiter zurück, den Gott dir heute für dein ganzes Leben an die Seite stellt." Dankesworte der Firmlinge, Segen und das Lied "Großer Gott" rundeten den Festgottesdienst ab.
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