Zuversicht bei den Jungbauern

Lokales
Nabburg
14.03.2015
0
0

Die Zukunft für die Landwirte ist nicht rosig. Die CSU-Abgeordnete Marlene Mortler lässt dabei kein gutes Haar an den Grünen.

Die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Mitglieder des Bezirksverbandes Oberpfalz der Bayerischen Jungbauernschaft diskutierten mit der Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler zum Thema "Wir brauchen eine Agrarpolitik für die Jungen". Mortler ist Mitglied des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft. Wie geht es weiter: Wachsen oder Weichen? Wo sind die Grenzen des Wachstums?, fragten sich die Teilnehmer.

"Wir können auf vieles verzichten im Leben - aber nicht auf unser täglich Brot". Mit diesen Worten leitete die CSU-Agrarexpertin ihren Vortrag zur Zukunft der Landwirtschaft im Gasthaus "Zum Stern" ein. Mortler, aus einem Bauernhof stammend, stellte klar: "Nie waren Lebensmittel in Deutschland so sicher, so gut und so vielfältig wie heute." Das sei nicht selbstverständlich. Das Wissen und Können der heimischen Landwirte von heute sei weltweit beispielhaft und vorbildlich. "Wir leben auch in einer Zeit, in der politische Minderheiten über Gut und Böse im Land bestimmen wollen," sagte Mortler. Parteien wie die Grünen suchten verzweifelt nach politischen Themen. Im Moment hätten sie die Bauern im Blick. Statt über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft sachlich und kenntnisreich zu diskutieren, schürten sie unbegründete Ängste bei Verbrauchern und machten sich Umfragen für ihre Zwecke zunutze.

"Leidtragende sind die Bauernfamilien", kritisierte die Fachfrau. Angesichts des weltweiten Rückgangs landwirtschaftlicher Nutzflächen bei gleichzeitig schnellem Bevölkerungswachstum - Experten schätzen, dass 2050 rund 70 Prozent mehr Nahrungsmittel als heute benötigt werden - sei das Gebot der Stunde, mit den verbliebenen Ressourcen nachhaltig und effizient zu arbeiten.

"Das können und das tun wir. Jeder neue Tierstall bringt ein Stück mehr Tierschutz, jeder neue Schlepper, jede neue innovative landwirtschaftliche Maschine sorgt für mehr Umweltschutz und Arbeitssicherheit", unterstrich die Parlamentarierin.

Zugleich distanzierte sich die CSU-Politikerin ausdrücklich von den "schwarzen Schafen" in der Landwirtschaft: "Unsere Erzeugnisse stehen bei Verbrauchern hoch im Kurs. Dieses Vertrauen müssen wir jeden Tag neu erarbeiten." Die CSU stehe fest an der Seite einer leistungsfähigen, effizienten, modernen und verantwortungsvollen Landwirtschaft, versicherte Mortler den Jungbauern. Der Vorsitzende der Oberpfälzer Jungbauernschaft, Markus Schickentanz, leitete die anschließende Diskussion.

Die Jungbauern erörterten Themen: den hohen Arbeitsaufwand bei Greening zum Beispiel oder die Strukturentwicklung. Sie befassten sich auch mit Thesen wie " Bauernland muss in Bauernhand bleiben" oder "Weichen oder Wachsen - wo sind die Grenzen?" sowie einem stärkeren Nutzen der Medien für die Landwirtschaft. "Die Gesellschaft braucht den Bauern, Landwirte sind Profis, Landwirte brauchen Verbündete," lautete ein weiterer Spruch. "Wir glauben an die Zukunft", resümierte ein Teilnehmer.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.