Anbau löst Platzproblem

Einem Anbau an das Neusather Feuerwehrgerätehaus, der Zwecken der Feuerwehr und des Obst- und Gartenbauvereins dient, stimmte der Stadtrat zu. Er kommt an die von der Straße abgewandte Seite des Gebäudes (rechts). Bild: Amann
Politik
Nabburg
13.07.2016
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Das Feuerwehrgerätehaus in Neusath bekommt einen Anbau. Ihn wollen Feuerwehr und Gartenbauverein gemeinsam errichten. Der Stadtrat stellte ihnen einstimmig eine finanzielle Beteiligung in Aussicht.

Das Gebäude gehört der Stadt Nabburg. Es wird bisher bereits von beiden Vereinen genutzt. Beide bräuchten jedoch mehr Platz, wie die Vorsitzenden Michael Duschner und Jutta Herrmann in der Stadtratssitzung zu verstehen gaben. Sie waren gekommen, um ihr Vorhaben, mit dem sie die räumlichen Probleme lösen möchten, zu erläutern.

Der Gartenbauverein will in dem Anbau Platz für Geräte und Aktionen schaffen. Er beantragte einen Zuschuss zu den Baumaterialien, die voraussichtlich auf 11 000 Euro kommen. Die Feuerwehr will in einem Aufbau mehr räumliche Kapazität für die Jugendarbeit erzeugen und zugleich ihre Teeküche erweitern. Sie bat um Übernahme der Materialkosten in Höhe von 14 500 Euro und erklärte sich bereit, den Aufwand für die Teeküche selber zu bestreiten. Die Ausführung würden beide Vereine in Eigenleistung übernehmen.

Bürgermeister Armin Schärtl (SPD) verwies darauf, dass die Stadt ihre Pflichtaufgaben beim Brandschutz in Neusath erfüllt. Es handle sich bei dieser Angelegenheit nun um Anträge auf freiwillige Leistungen. Die Stadt als Hausherrin müsse die baulichen Maßnahmen dulden und anschließend den Erweiterungsbau übernehmen. Ein Problem sah er in der ebenfalls beantragten Übernahme von Ingenieurleistungen der Verwaltungsgemeinschaft. Er gab zu bedenken, dass es da zu Nachfolge-Effekten kommen könnte.

Nach Meinung der SPD-Sprecherin Evi Thanheiser müssten vor der durchaus möglichen Zustimmung zum Bau erst rechtliche Fragen geklärt werden. Ähnlich sah es Zweiter Bürgermeister Kurt Koppmann (ÜPW), der den Antrag als nicht ausgereift betrachtete. Frank Zeitler (CSU) meinte, man könne ja jetzt eine grundsätzliche Entscheidung treffen und danach die juristische Ausarbeitung folgen lassen. "Wir sollten uns nicht so zieren", vertrat diese Meinung auch Altbürgermeister Josef Fischer (ABU). Es gehe schließlich um zwei aktive Vereine, die ein städtisches Gebäude erheblich aufwerten, indem sie ihre Eigenleistungen einbringen. Was die Planungen anbelangt, so brauche sich Nabburg da nicht zurückhaltend zu geben, schließlich zahle die Stadt 80 Prozent der Verwaltungsumlage. "Es läuft doch in Altendorf und Guteneck auch nicht anders", fügte er an.

Schließlich signalisierte der Stadtrat seine grundsätzliche Zustimmung. Formalrechtliche Vereinbarungen sind noch zu klären. Zusätzlich zur Planung beteiligt sich die Stadt mit bis zu 20 000 Euro an den Kosten, womit sich die Vereine einverstanden zeigten. Frank Zeitler (CSU) war vor etwa 25 Zuhörern dafür eingetreten, die Beteiligungsgrenze bei 25 000 Euro zu ziehen, "um beide Vereine gleich zu behandeln", wie er sagte.
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