Bahnübergang noch in der Planfeststellung

Politik
Nabburg
20.01.2016
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Der Bahnübergang bleibt ein Dauerbrenner. Noch immer ist kein Ende der laufenden Planfeststellung in Sicht. Das gab am Dienstag ein Sprecher der Regierung der Oberpfalz zu verstehen.

Die Stadt Nabburg hat längst ihre Hausaufgaben gemacht, sie ist nicht Herr des Verfahrens. Das unterstreicht Bürgermeister Armin Schärtl bei jeder Gelegenheit. Das Straßenbau-Großprojekt, das der Errichtung einer innerörtlichen Umgehungsstraße und zugleich der Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs auf der Ortsdurchfahrt dienen soll, läuft unter der Regie des Freistaates Bayern. Für die Planfeststellung, die schon im Oktober 2010 eingeleitet wurde, ist die Regierung der Oberpfalz zuständig. Die 61 Einwände, die während einer vorgegebenen Frist zwischen November 2010 und Januar 2011 in Regensburg eingingen, bedürfen einer Erörterung. "Dazu ist noch kein Termin festgesetzt", erklärte am Dienstag Regierungssprecher Markus Roth auf Anfrage der NT-Redaktion. Wie die Regierung verfährt, wird in Nabburg schon lange mit anhaltender Spannung erwartet.

Gegenüber der NT-Redaktion berichtete Bürgermeister Armin Schärtl, dass seines Wissens nach immer noch Grundstücksangelegenheiten, vor allem mit der Baywa, nicht geregelt sind. Solange die Verhandlungen laufen, werde es wohl keinen Erörterungstermin geben. Eines weiß er definitiv: "Von Vieregg-Rößler habe ich seit der Wahl nichts mehr gehört." Ob diese Variante, die von der CSU beim letzten Bürgermeisterwahlkampf ins Feld geführt worden war, überhaupt noch verfolgt werde, entziehe sich seiner Kenntnis.

Augenmerk auf Schule


Ungeachtet dessen hat sich die Stadt in eigener Zuständigkeit viel für 2016 vorgenommen (dazu auch grüner Kasten). In dem Gespräch, das in der ersten Woche des neuen Jahres stattfand, kündigte der Bürgermeister an, dass man sich auf eine Generalsanierung der Volksschule an der Kemnather Straße einrichten will. Die Stadt beteiligt sich an einem neuen, erst seit Dezember laufenden Wettbewerbsverfahren mit dem Ziel, staatliche Mittel zu bekommen. Mit der Erarbeitung der Antragsunterlagen sei derzeit der Nabburger Architekt Konrad Kraus beauftragt. Die Vorgabe ist laut Schärtl klar: Es geht darum, den Schulstandort dauerhaft zu erhalten und auf die Zukunft auszurichten.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sicherung der städtischen Wasserversorgung. Es gehe jetzt darum, sich die Leitungsrechte zu sichern und zusammen mit der Stadt Pfreimd und dem Zweckverband Pretzabrucker Gruppe eine Betriebsform für die neue Wassergewinnung zu finden. Das Wasserrechtsverfahren für die neuen Brunnen bei Asbach/Lindenlohe laufe immer noch, mit einem Baubeginn sei heuer mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu rechnen.

In der Altstadt liegt der Fokus auf der Fertigstellung der Marienkirche (wir berichteten). Gesucht wird noch immer ein Mieter für das renovierte Obertor. Sofern es die Finanzlage zulässt, könnten die bestehenden Pläne für den Ausbau des westlichen Zwingerweges verwirklicht werden.
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