Bundesbauministerinzu Besuch
Rundgang durch Altstadt-Juwel

Nach dem Empfang im Rathaus trug sich Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, in das Goldene Buch der Stadt Nabburg ein.
Politik
Nabburg
11.03.2016
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Bei einem Rundgang durch die Altstadt zeigte Bürgermeister Armin Schärtl Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks Projekte, die mit Mitteln der Städtebauförderung umgesetzt wurden. Ein Beispiel dafür ist auch die Spitalkirche (im Hintergrund links), wo derzeit noch die Bauarbeiten laufen. Bilder: Huber (2)

"Ein Euro vom Bund mobilisiert neun weitere Euro": Für Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks (SPD) ist die Städtebauförderung eine Erfolgsgeschichte. Ein gutes Beispiel dafür ist die Nabburger Altstadt. Davon machte sich die Politikerin bei einem Besuch am Donnerstag selber ein Bild.

Der Abstecher der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in den Landkreis Schwandorf war bereits im vergangenen Jahr vorgesehen. Damals verhinderten andere Termine kurzfristig den Besuch. Gestern kam die 63-Jährige, aus Nordrhein-Westfalen stammende Ministerin, schließlich der Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder nach und wurde im Rathaus von Bürgermeister Armin Schärtl empfangen. Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Städtebauförderung. In den vergangenen Jahrzehnten seien in der Stadt rund 30 Millionen Euro für Projekte in der Altstadt investiert worden, verdeutlichte Stadtoberhaupt Schärtl der Besucherin aus der Bundeshauptstadt.

Spürbarer Impuls


"Die Baukultur zu bewahren, ist eines der ganz wichtigen Erben, die wir in Deutschland haben", lobte die Ministerin dieses Engagement und unterstrich: "Die Städtebauförderung hat hier besonders segensreich gewirkt". Das Bund-Länder-Programm schaffe einen Anstoß, Projekte anzugehen und stelle als weiteren positiven Aspekt einen spürbaren Impuls für die örtliche Wirtschaft dar. Zustimmung bekam sie dafür von ihrer Bundestagskollegin Marianne Schieder: Sie bezeichnete die Nabburger Altstadt als "besonderes Juwel" und hob hervor, dass die Große Koalition die Mittel für die Städtebauförderung wesentlich erhöht habe.

Eine Initiative der Bundesministerin, den sozialen Wohnungsbau stärker zu fördern, stieß bei Bürgermeister Schärtl auf offene Ohren. Er wies auf derzeit 74 Flüchtlinge im Stadtgebiet hin, die - wenn sie Bleiberecht bekommen - bald auf Wohnungssuche gehen müssten. Wohnraum werde zunehmend knapp, unterstrich das Stadtoberhaupt und sah in diesem Vorstoß zum sozialen Wohnungsbau auch die Chance, Leerstände eventuell wieder nutzbar zu machen. "Der Zuzug von anerkannten Asylbewerbern sollte auch dazu genutzt werden, Leerstände in innerstädtischen Bereichen zu füllen", stimmte Ministerin Hendricks zu. Generell gebe es derzeit eine starte Binnenwanderung in Deutschland. Besonders in den Ballungszentren und den umliegenden Landkreisen herrsche ein sehr hoher Wohnungsbedarf, da sich die Siedlungsstruktur in den vergangenen Jahren geändert habe, betonte die Sprecherin. "Junge Paare suchen heute oftmals statt einem Haus eine Eigentumswohnung", unterstrich sie. Nachdem sich die Bundesministerin in das Goldene Buch der Stadt Nabburg eingetragen hatte, führte sie der Bürgermeister kurz durch die Altstadt und zeigte ihr einige Objekte, die mit Mitteln der Städtebauförderung saniert wurden oder werden - wie zum Beispiel die Spitalkirche. Damit war die Oberpfalz-Tour der Bundesbauministerin aber noch nicht beendet: In Vohenstrauß sprach sie am frühen Nachmittag auf dem Jahresempfang des SPD-Kreisverbands Neustadt. (Seite 5)
Die Städtebauförderung hat hier besonders segensreich gewirkt.Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks
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