E-Tankstelle braucht Platz

Politik
Nabburg
10.09.2016
32
0

In der Altstadt soll eine E-Mobil-Tankstelle entstehen. Für den von der "Bemo" beantragten Standort konnte sich der Stadtrat auf Anhieb nicht begeistern.

Die Bürgerenergiegenossenschaft Mittlere Oberpfalz (Bemo) hatte der Stadt geschrieben und darauf hingewiesen, dass die Bundesregierung den nationalen Ausbau der Elektromobilität forcieren und subventionieren möchte. Auf diese Entwicklung will der regionale Energieerzeuger eingehen, indem er öffentliche Stromtankstellen einrichtet und betreibt. Ein Standort, so war dem Schreiben zu entnehmen, sollte auch mit Blick auf den Tourismus in der Altstadt liegen.

Den Antrag, den die Bemo stellte, trug Zweiter Bürgermeister Kurt Koppmann in der Stadtratssitzung vor, nachdem Stadtoberhaupt Armin Schärtl in seiner Eigenschaft als Bemo-Vorstandsvorsitzender in dieser Angelegenheit nicht an der Beratung und Abstimmung teilnehmen durfte. Die Bemo möchte am Oberen Markt den ersten Stellplatz neben dem Castillon-Brunnen, direkt gegenüber dem Rathaus, für fünf Jahre anmieten. Diese Fläche eigne sich für eine E-Tankstelle, weil sich gleich in der Nähe ein Elektrant als Stromquelle befände.

Stadtrat Dr. Helmut Ertl (CSU) warf die Frage auf, ob die Tankstelle denn ausgerechnet da, an einem der besten Plätze in der Altstadt, sein muss. Sein Fraktionskollege Frank Zeitler brachte als Alternative den Seyerleingarten ins Gespräch. Wobei ihm der vorübergehende Sitzungsleiter entgegnete, dass dort die Nähe zu einem Elektranten fehle. Nichtsdestotrotz sah auch Kurt Koppmann noch weiteren Klärungsbedarf. Es sollte erst eruiert werden, inwiefern die Einrichtung an anderer Stelle erfolgen kann. Auf seinen Vorschlag hin stellte der Stadtrat das Thema einstweilen zurück. In einer Zusatz-Information ließ Bürgermeister Armin Schärtl wissen, dass es in Nabburg noch eine zweite E-Tankstelle geben soll. Dafür sei in der Unterstadt das Grundstück der Raiffeisenbank vorgesehen.

Keine Windrad-Aussage


Im weiteren Verlauf der Sitzung stand die Darstellung von Konzentrationsflächen für Windenergie in der Nachbarkommune Wernberg-Köblitz auf der Tagesordnung. Bei der dortigen Änderung des Flächennutzungsplanes war es versäumt worden, eine Stellungnahme aus Nabburg einzuholen, so dass es nun zur "nachträglichen Beteiligung" kam. Bei einer Gegenstimme von Frank Zeitler entschied man sich, keine formelle Äußerung zu den bereits bestehenden Zonen auf der Wittschauer Höhe und bei Woppenhof abzugeben.
Weitere Beiträge zu den Themen: Stadtrat Nabburg (46)Altstadt Nabburg (5)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.