Gegen große Wohnanlage

27 Wohneinheiten entstünden bei der Bebauung eines Grundstücks (auf dem Bild in etwa die Hälfte davon), das zwischen der Krankenhausstraße und der Hallerstraße liegt. Mit Blick auf die Häuser in der Umgebung versagte der städtische Bauausschuss seine Zustimmung. Bild: Amann
Politik
Nabburg
22.10.2016
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Ein Bauträger aus dem süddeutschen Raum möchte auf einer Baulücke in Zentrumsnähe 27 Wohneinheiten erstellen. Der Bauausschuss sah Probleme und zu viele offene Fragen: Deswegen gab er keine Zustimmung.

Die Bauvoranfrage hatte die "Moonlight GmbH & Co KG" eingereicht. Sie betraf ein Gelände, das sich zwischen der Krankenhausstraße und der Hallerstraße ausdehnt. Dort, so meint der interessierte Investor, könnten sechs Häuser entstehen: drei Doppelhäuser und drei Mehrfamilienhäuser. Den eingereichten Planentwurf bekamen die Mitglieder des Bauausschusses bei ihrer Sitzung im Rathaus vorgelegt. Sie sahen: In einem allgemeinen Wohngebiet, in dem es keinen Bebauungsplan gibt, sollten zwei Gebäude mit jeweils drei Voll- und vier Gebäude mit zwei Vollgeschossen entstehen. Hinzu käme jeweils noch ein aufgesetztes, verkleinertes Geschoss oder ein Dachgeschoss.

Nachbarunterschriften hatte der Bauwerber nicht eingeholt. Der städtische Bau-Experte Johannes Schießl machte darauf aufmerksam, dass das Maß der geplanten baulichen Nutzung doch deutlich von der Umgebung abweicht, das von Einfamilienhäusern geprägt ist. Die Bebauungsdichte würde in dieser neuen Wohnanlage mit insgesamt 27 Einheiten deutlich höher ausfallen. Ein Problem stelle auch die Erschließung von der Krankenhausstraße her dar. Die Zufahrt wäre nur über eine eher enge Passage zwischen der bestehenden Bebauung möglich. Fraglich wäre laut Schießl, ob sich da Vorschriften zu Brandschutz und Rettungswegen erfüllen ließen. Ebenso als nicht sicher gelte es, ob die vorhandenen Querschnitte in den Wasser- und Kanalleitungen ausreichen. Den Plänen entnahm man außerdem, dass wohl zu wenige Stellplätze in der Anlage vorgesehen wären. Insgesamt erkannte der Ausschuss folglich zu viele Gründe, die gegen das Projekt sprechen. Das gemeindliche Einvernehmen erteilte er deshalb nicht.

Befürwortete Vorhaben


Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden zwei Bauanträge für das Gebiet "Am Kastanienbaum" im Freistellungsverfahren an das Landratsamt weitergeleitet. In der Hirtenleite in Diendorf akzeptierte das Gremium einen Wohnhausumbau, der vom Bebauungsplan abweicht. Gleiches galt für einen Geräteschuppen mit Holzlege im Gebiet "Am Bauernfeind" in Diendorf. Auch gegen den Anbau einer Lagerhalle auf einem Betriebsgelände an der Oskar-von-Miller-Straße und die Erweiterung eines Leergutlagers "Am Angerweiher" gab es keine Einwände. Zustimmung erfuhr ferner ebenso ein Wintergarten-Anbau an einem Wohnhaus in der Perschener Straße.
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