Gute Ausstattung stets im Blick

Simon Weidner (Zweiter von links) geht in den Ruhestand. Die Bürgermeister Armin Schärtl (Zweiter von rechts und Hans Wilhelm (rechts) sowie Verbandsrat Frank Zeitler (links) dankten dem Schulleiter für die gute Zusammenarbeit im Schulverband. Bild: Völkl
Politik
Nabburg
20.06.2016
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CAD-Workstations, Notebooks und Nähmaschinen: Der Schulverband Nabburg nimmt heuer knapp 25 000 Euro in die Hand, um die Schule gut auszustatten.

(cv) Der Schulverband Nabburg ist eine kleine Runde: Der Vorsitzende, Bürgermeister Armin Schärtl (Nabburg), sein Amtskollege Hans Wilhelm (Guteneck) und als Dritter im Bunde Verbandsrat Frank Zeitler saßen am Tisch, als Kämmerer Fritz Lobinger im Beisein von Schulleiter Simon Weidner den aktuellen Haushalt 2016 präsentierte. Er umfasst diesmal ein Gesamtvolumen von 395 000 Euro - 15,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf den Verwaltungshaushalt entfallen 356 800 Euro, also 8,5 Prozent mehr. Die Investitionen belaufen sich auf 38 800 Euro und steigen um das Zweifache des letztjährigen Volumens.

Energie- und Mietkosten


Die Erhöhung des Verwaltungshaushalts ergibt sich aus folgenden Veränderungen: Die Kosten für das Reinigungspersonal und den Schulhausmeister steigen geringfügig um 1,8 Prozent. Mehrausgaben von 13 900 Euro schlagen in der Bewirtschaftung zu Buche. Ursächlich dafür sind gestiegene Energiekosten und die Mietkosten für den Anteil der Mittelschule am Schulgebäude. Diese drei Positionen werden am Jahresende entsprechend der Schülerzahlen auf die Grundschule (Stadt Nabburg) und die Mittelschule (Schulverband) aufgeteilt, wobei sich heuer der Anteil der Mittelschüler an diesem Aufteilungsschlüssel erhöht.

Der reine Schulaufwand, der sich an der Bedarfsmeldung der Schulleitung orientiert, legt um 10 400 Euro zu. Darin ist auch die Schülerbeförderung enthalten, die sich um 6000 Euro erhöht. Ferner beinhaltet der Schuletat noch zusätzliche Ausgaben für weitere Verdunkelungsvorhänge (800 Euro), die Reparatur von Schultafeln (1000 Euro), den höheren Aufwendungen für den Informatikunterricht (1000 Euro), den erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen für das EDV-System (1300 Euro) sowie die Beschaffung von neuen Lehr- und Unterrichtsmitteln (500 Euro). Für die Erstattung der Personal- und Sachkosten an die Verwaltungsgemeinschaft Nabburg sind 1300 Euro mehr vorzusehen. Weniger Arbeit hatte der Bauhof, was sich auch in 2000 Euro weniger Kosten ausdrückt.

2017 mehr Zuweisung


Die Summe, welche die Gemeinden erstatten müssen, steigt um 53 000 Euro. Die Gastschulbeiträge erhöhen sich um 57 000 Euro. In dem Zahlenwerk wirkt sich erstmals die Neuregelung für die auswärtigen M-Schüler in der zehnten Jahrgangsstufe aus. Kämmerer Fritz Lobinger machte noch darauf aufmerksam, dass man in der Schülerbeförderung heuer weniger Zuweisungen bekommt, im kommenden Jahr jedoch mehr Einnahmen verbuchen wird.

Der Grund: In den Jahren 2012 bis 2014 wurden vom bayerischen Landesamt für Statistik beim Schulverband Nabburg die Aufwendungen, die für die Berechnung der Zuweisungen für die Schülerbeförderung im Grundschulbereich dienen, nicht berücksichtigt. Die Zuweisungen für das laufende Jahr sind jetzt zwar um 17 000 Euro niedriger anzusetzen. Im kommenden Jahr läuft es dann anders. Eine entsprechende Einnahmeerhöhung ist der Fall.

Folgende Investitionen sind heuer vorgesehen: 24 Stapelhocker für den Werkraum, Schulmöbel für Nähmaschinen, zwei weitere Nähmaschinen, 16 CAD-Workstations, 3 Notebooks mit Beamer und ein Wlanschutz. Der Schulverband hat versucht, allen Wünschen zu entsprechen, aber einige Beschaffungen mussten ins kommende Jahr verschoben werden. Neben den Investitionen ist noch der Fehlbetrag des Vorjahres von rund 14 000 Euro abzudecken.

Der Etat wurde einstimmig verabschiedet. Nach der Vergabe des Auftrags für Nähmaschinenmöbel (2577 Euro) dankte Verbandsvorsitzender Armin Schärtl Schulleiter Simon Weidner, der das letzte Mal als Rektor der Nabburger Schule und als Verbundleiter für die Mittelschule an der Schulverbandssitzung teil nahm. Er habe die Aufgabe, fünf Schulen, fünf Standorte, fünf Bürgermeister und fünf Sachaufwandsträger unter einen Hut zu bringen, "bravourös gemeistert. Hans Wilhelm unterstrich ebenso das stets gute Verhältnis.

Mehr UmlageDie Schulverbandsumlage beläuft sich auf 219 100 Euro. Davon hat Nabburg 186 360 Euro - leicht weniger als im Vorjahr - und Guteneck 32 739 Euro - etwas mehr - zu zahlen. Die Rücklage liegt heuer lediglich bei 5588 Euro. Aus diesem Topf kann kein Geld mehr entnommen werden. Folglich muss eine Investitionsumlage erhoben werden. 33 000 Euro für Nabburg, 5797 Euro für Guteneck. Die Gesamtschülerzahl erhöht sich im Schuljahr 2015/2016 um 15 Schüler von 158 auf 173 (75 Nabburg, 13 Guteneck, 85 M-Klasse, auswärtig).

Die Umlage pro Schüler steigt unter Einbeziehung der Investitionsumlage von 2441 auf 2964 Euro. (cv)
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