Harmonie im zweiten Anlauf
Organisationsausschuss für "Tonart" steht fest

Politik
Nabburg
18.02.2016
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Die Besetzung des Organisationsausschusses für das Musikfestival "Tonart" sorgte im Stadtrat in der Januar-Sitzung für eine Debatte. Im zweiten Anlauf fand das Gremium nun eine Lösung - ohne einen Kandidaten, der im Ausschuss eigentlich gerne mitgewirkt hätte, aber mit einem zusätzlichen Kopf.

Nachdem Ferdinand Rieppel auf eigenen Wunsch aus dem Organisationsausschuss ausgeschieden war, musste der vakante Platz wieder besetzt werden. Im Stadtrat entbrannte im Januar daraufhin eine Debatte um die Nachfolge. Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl war vorgeschlagen worden, aber auch Neu-CSU-Stadtrat Dr. Helmut Ertl äußerte sein Interesse, an der Organisation des zweitägigen Musik-Festivals mitzuwirken. Der Rat verständigte sich vor rund vier Wochen nach einer längeren Debatte darauf, zunächst mit dem Organisationsausschuss zu sprechen, bevor das Thema wieder aufs Tableau kommt.

Ausschuss erweitert


Am Dienstag war es nun soweit. Laut Bürgermeister Armin Schärtl habe Dr. Ertl im Vorfeld erklärt, dem Ausschuss nicht zwingend angehören zu müssen. Er bot aber an, seinen Sachverstand als Musiker bei Bedarf gerne einzubringen. Damit war soweit klar, dass Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl den freien Platz im "Tonart"-Ausschuss von Ferdinand Rieppel übernimmt. Das Organisationsgremium wird aber noch erweitert: Jung-Musiker Leon Wittenzellner (17) bekommt ebenfalls Sitz und Stimme bei der Festival-Vorbereitung. Dr. Helmut Ertl schickte seiner Wortmeldung voraus, dass er es sehr unterstütze, wenn ein junger Mann im Organisationsausschuss seine Ideen einbringt. "Aber es ist ein bisschen komisch, dass jetzt ein zusätzliches stimmberechtigtes Mitglied aufgenommen wird", sagte er. Er bleibe aber auf jeden Fall bei seinem Angebot, das Gremium musikalisch zu beraten, wenn es gewünscht werde.

Mehr namhafte Bands


Generell gab er zu bedenken, ob es nicht an der Zeit wäre, das gesamte "Tonart"-Konzept auf den Prüfstand zu stellen. Dr. Ertl würde ein Festival mit wenigeren, dafür hochklassigeren Bands auf nur zwei oder drei Bühnen vorschweben. "Man könnte zum Beispiel an eine Gruppe wie ,Pur' denken", führte der Stadtrat und Musiker aus und lenkte den Blick nach Tännesberg, wo ein Festival mit namhaften Bands seit vielen Jahren über die Bühne gehe. Von den Kosten her rechnete der Sprecher nicht damit, dass das Festival bei wenigeren - aber hochklassigeren - Bands deutlich teuerer wird, weil auf der anderen Seite nicht mehr so viele Gruppen bezahlt werden müssen.

Zurück zum Organisationsausschuss des "Tonart"-Festivals: Er setzt sich nun aus Leiter Ernst Bräutigam sowie Joseph Ferstl, Josef Weber, Heidi Eckl, Max Fröhler, Tanja Wolfsteiner und Leon Wittenzellner zusammen. Das beschloss der Stadtrat mit einer Gegenstimme. Sie kam aber nicht von Dr. Helmut Ertl, sondern von Frank Zeitler (CSU).
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