Highspeed-Netz für die Dörfer

Politik
Nabburg
08.07.2016
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Der Breitbandausbau in den Nabburger Ortsteilen soll noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. 196 Haushalte bekommen mit staatlicher Förderung die Chance auf Highspeed-Internet mit bis zu 200 Mbit pro Sekunde.

Die Stadt beteiligt sich am Ausbauprogramm des Freistaates Bayern. Außer dem Hauptort Nabburg sowie Perschen, Neusath und Diendorf sind davon nahezu alle westlichen und östlichen Ortsteile tangiert. Für eine Gesamtinvestition von 1,256 Millionen Euro erhält die Kommune 890 000 Euro an Förderung. Einen Überblick zum aktuellen Sachstand vermittelte Roland Gerlach aus der Verwaltung den Stadträten. Demnach hat die Stadt an die Firma Amplus (Teisnach), mit der ein Kooperationsvertrag besteht, bereits 314 000 Euro überwiesen, zwei weitere Raten sind je nach Fortschritt der Arbeiten noch zu bezahlen.

Eigentlich sollte die Maßnahme schon 2015 abgeschlossen sein. Doch Umplanungen in Windpaißing, Namsenbach und Haindorf verhinderten das. Im Moment werden die Baustellen eingerichtet, noch im Juli soll es los gehen. Es ist mit einer Bauzeit von bis zu acht Wochen zu rechnen, in der 36 Kilometer an Leitungen verlegt werden. Ein genauer Fertigstellungstermin wurde zwar nicht genannt, er soll aber auf alle Fälle noch im Jahr 2016 liegen.

Interesse an Hotspots


Die Haushalte können einen kostenlosen Glasfaseranschluss zum Gebäudekeller gelegt bekommen. Wer sich dazu jetzt nicht entscheidet und den nötigen Gestattungsvertrag nicht unterschreibt, muss später im Bedarfsfall die Kosten selber tragen. Aufgrund der Attraktivität des Programms (späterer Ausbau auf 1 Gbit/Sekunde möglich) geht man im Rathaus von einer 100-prozentigen Beteiligung aus.

In einer Zusatzinformation berichtete Gerlach in der Stadtratssitzung, dass der Freistaat Bayern bis 2020 ein landesweites Hot-Spot-Netz aufbauen möchte. Jede Kommune kann dabei zwei Wlan-Hotspots mit jeweils 2500 Euro gefördert bekommen. Bau und Betrieb müssten die Städte und Gemeinde selber finanzieren. In Nabburg kämen das Rathaus, die Nordgauhalle, das Freizeitzentrum und das Freilandmuseum als Standorte in Frage. Die Stadträte zeigten sich einig, dass die Verwaltung eine Aufnahme in dieses neue Programm weiterverfolgen soll.
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