Hilfe über den Spiegel

Wenn die Schulkinder nach der rot-weißen Schranke (links) den Brunnanger überqueren wollen, sehen sie erst ganz spät die von links kommenden Fahrzeuge. Deswegen soll nun auf der gegenüberliegenden Seite, beim verblassten Verkehrszeichen (rechts), ein Spiegel aufgestellt werden. Bild: Amann
Politik
Nabburg
22.07.2016
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Der Bauausschuss ist zurückhaltend, wenn Verkehrsspiegel beantragt werden. Doch im Brunnanger macht er eine Ausnahme.

Die Stelle ist problematisch. Wenn Kinder, die von der Grund- und Mittelschule her kommen, aus einem Seitenweg heraus den Brunnanger überqueren wollen, sehen sie nach links so gut wie gar nichts. Das Betreten der Straße in Richtung Göslmühlweg ist somit recht gefährlich. Darauf machten Eltern aufmerksam, die auf Höhe des Anwesens mit der Nummer 32 die Aufstellung eines Verkehrsspiegels beantragten.

Der Bauausschuss fuhr an Ort und Stelle vor und schaute sich den Fall an. Die Räte und der Bürgermeister überzeugten sich von der Unübersichtlichkeit. Sie fassten anschließend im Rathaus den Beschluss, aufgrund der "besonderen Situation" vom Bauhof einen Spiegel aufstellen zu lassen. Insgesamt fallen dafür etwa 400 Euro an Kosten an.

In der Sitzung lagen dem Gremium auch einige Bauanträge vor, die es allesamt befürwortete. In der Oberviechtacher Straße dürfen Geschäftsräume, die bisher als Versicherungs- und Reisebüro genutzt wurden, in eine Zahnarztpraxis umgewandelt werden. Diese Nutzungsänderung zieht auch eine Umgestaltung der Fassade nach sich: Aus Schaufenstern werden dann ganz normale Fenster.

Für Neubauten im Baugebiet "Am Kastanienbaum" erteilte der Ausschuss Befreiungen vom Bebauungsplan. In einem Fall ging es um eine Wandhöhe, im anderen um die Dachform. Ebenso gestattete er es, in einem Haus am Jägerring eine Schleppgaube zu errichten.

Im Industriegebiet östlich der A 93 möchte die Firma Spedition Schwarz eine Lagerhalle in Stahlkonstruktion und eine offene Einstellhalle erstellen. Auch dagegen hatte der Ausschuss keinen Einwand.

Schließlich stand eine Abweichung von der Gestaltungssatzung für die Altstadt an. Die Hauseigentümer der Eisdiele am Marktplatz wollen ihrem Pächter die sommerliche Bewirtschaftung der Terrasse erleichtern. Dazu möchten sie eine Pergola mit Stoffsegel aufbauen, die als Sonnenschutz dient. Sie wird an einer festen Metallkonstruktion befestigt. "Städtebaulich vertretbar", befanden die Ausschussmitglieder und stimmten auch da zu.
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