Kritik an CSU-„Blockadepolitik“

Neuwahlen und Ehrungen bei der "Überparteiliche Wahlgemeinschaft Nabburg": Das Bild zeigt den neuen Vorstand zusammen mit den Gründungsmitgliedern. Bild: Hirsch
Politik
Nabburg
11.05.2016
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"Die Gründung der ÜPW vor 26 Jahren war eine gute Entscheidung", sagte Vorsitzender Kurt Koppmann in der Rückschau. Die "Überparteiliche Wahlgemeinschaft" sei zu einer festen Größe in der politischen Gemeinde geworden, betonte der Zweite Bürgermeister bei der Hauptversammlung im Gasthaus "Zum Stern".

Der ÜPW-Vorsitzende wehrte sich gegen den Vorwurf, in der Stadt tue sich nichts: "In Nabburg ist seitdem viel geschehen". Seit 1990 gehört Kurt Koppmann dem Stadtrat an, seit 2008 ist er Zweiter Bürgermeister. "Ich habe mich nie verbiegen lassen", stellte er im Rückblick fest. Die "Blockadepolitik" der CSU-Fraktion im Stadtrat nennt Kurt Koppmann "einen schlechten Stil". Zwei Drittel der Nabburger hätten der CSU bei den letzten Kommunalwahlen die Stimme verweigert. "Mit welchem Recht fordern sie die Position des Zweiten Bürgermeisters?", fragte der ÜPW-Vorsitzende.

Für Fraktionssprecher Horst Jäger entscheide der Bürgermeister, "mit wem er zusammenarbeiten will". Mit dem Abriss des Post-Hotels, dem Neubau der Sparkasse an gleicher Stelle und den damit verbundenen Infrastrukturmaßnahmen werde "für die Stadt ein großer Nutzen entstehen", ist der ÜPW-Stadtrat überzeugt. Auch bei der Sicherung der Wasserversorgung, beim Erhalt des Mittelschulstandortes und bei der Ausweisung weiterer Baugebiete sieht er Nabburg auf "einem guten Weg".

"Supergau" befürchtet


"Bei der Altstadtsanierung dagegen hakt's", stellte Horst Jäger fest. Die Blockadepolitik beginne hier allmählich zu frustrieren. Sollte die Rahmenplantrasse nicht zum Zuge kommen, befürchtet Horst Jäger den "Supergau". Dann bliebe alles beim Alten bei steigendem Verkehrsaufkommen. Die ÜPW habe sich gegen ein Einkaufszentrum im Industrie- und Gewerbegebiet ausgesprochen, so der Fraktionssprecher. Nach dem Bürgerentscheid müsse man die Entwicklung nun abwarten. Das Fazit des ÜPW-Fraktionssprechers: "Es geht schon was vorwärts in Nabburg".

Kurt Koppmann bleibt für die nächsten zwei Jahre Vorsitzender des 41 Mitglieder zählenden ÜPW-Ortsverbandes. Dem neuen Vorstand gehören ferner die stellvertretenden Vorsitzenden Horst Jäger und Michael Koppmann, Kassenverwalter Anton Schopper, Schriftführer Max Peither sowie die Beisitzer Joseph Ferstl, Karin Schmidbauer und Alois Hösl an. Als Kassenprüfer stellten sich Anton Hermann und Ursula Kirchhofer zur Verfügung.

Treue Mitglieder geehrt


Eine Urkunde erhielten die Mitglieder, die bei der Gründung dabei waren oder im Laufe des Jahres 1990 beigetreten sind: Anton Schopper, Max Krämer, Ursula Kirchhofer, Matthias Hösl, Jaroslaw Brabec, Johann Lorenz, Alfons Hofstetter, Albert Ullamann, Bernhard Werner und Kurt Koppmann. Dem ältesten Mitglied, Leonhard Schottenheim (87), wird die Ehrung nachgereicht.
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