Landkreis und Städte finanzieren das Freibad
Finanziell über Wasser halten

In der Gaststätte des Freizeitzentrums in Perschen hielt der Zweckverband, den der Landkreis Schwandorf zusammen mit den Städten Nabburg und Pfreimd bildet, seine Haushaltssitzung. Bild: Hartl
Politik
Nabburg
23.05.2016
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Das Freibad in Perschen soll attraktiv bleiben. Darauf richtet der Zweckverband für das Freizeit- und Erholungszentrum seine finanziellen Planungen aus. Ohne Gegenstimme verabschiedete er den Etat.

-Perschen. Der Haushalt des Zweckverbandes, dem der Landkreis und die beiden Städte Nabburg und Pfreimd angehören, umfasst heuer ein Gesamtvolumen von rund 1,32 Millionen Euro. Es erhöht sich somit um etwa zwölf Prozent in Relation zu 2015.

Bei den Investitionen bildet in diesem Jahr - wie auch 2015 - die Erneuerung der Gaststättenküche den Schwerpunkt (wir berichteten bereits). Dazu kommen noch einige kleinere Vorhaben: so zum Beispiel ein neues Überlaufgitter im Schwimmerbecken und eine überdachte Ablagemöglichkeit für Schwimmsachen und Bademäntel. Auf dem Campingplatz war im Betriebsgebäude eine Legionellenkontamination festgestellt worden. Für verschiedene Sofortmaßnahmen, die ein Fachingenieur vorschlug, mussten insgesamt 30 000 Euro bereitgestellt werden. Im Campinggelände ist die Erneuerung der Wasserleitung vorgesehen.

Zur Finanzierung der Investitionen, wird in 2016 die Erhebung einer Umlage erforderlich. Der ungedeckte Bedarf beläuft sich auf 300 000 Euro, den laut Satzung die Mitglieder zu übernehmen haben: 40 Prozent der Kreis, 35 Prozent die Stadt Nabburg und 25 Prozent die Stadt Pfreimd. Bei den Betriebskosten sind nach dem gleichen Schlüssel 348 000 Euro umzulegen. Für beide Umlagen muss der Landkreis 2016 insgesamt 259 240 Euro (2015: nur Betriebskostenumlage 112 720 Euro)), die Stadt Nabburg 226 835 Euro (98 630 Euro) und die Stadt Pfreimd 162 025 Euro (70 450 Euro) beisteuern.

Keine Änderungen ergeben sich im Stellenplan. Der Zweckverband zählt wie im Vorjahr 7,43 Vollzeitstellen, verteilt auf zehn Personen (ohne geringfügig Beschäftigte).

Dem zur Sitzung vorgelegten Saisonbericht war zu entnehmen, dass das Bad 2015 an 136 Tagen geöffnet war. In der Statistik sind 80 390 Besucher ausgewiesen, knapp 23 000 mehr als im Jahr zuvor. Die Rekordtage waren der 6. Juli (3330), 7. August (2900), 5. Juli (2750) und 22. Juli (2670). Daraus resultierte die Einnahme von Badegebühren in Höhe von 166 500 Euro, rund 53 000 Euro mehr als 2014. Die Betriebskosten sanken im Jahresvergleich von 129 500 auf rund 98 200 Euro.

Den Abschluss einer Kassenversicherung lehnte die Verbandsversammlung einstimmig ab. Sie hätte jährlich 1162 Euro gekostet. Bisher war der Zweckverband über den Landkreis abgesichert. Er hat seine Versicherung jedoch - ebenfalls aus Kostengründen - nicht mehr verlängert.
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